Ybycuí: María Elena Caballero, Tochter des Notars Mario León Caballero Adorno aus Ybycuí, ist die Hauptverdächtige, die notwendigen Dokumente für die Erstellung der Generalvollmacht zur Verfügung gestellt zu haben, mit der zwei Schecks in Höhe von jeweils 400 Millionen Guaranies eingelöst wurden.
Diese wurden von der Nationalen Elektrizitätsverwaltung (ANDE) zugunsten von zwei armen Familien in Caaguazú ausgestellt und von Anadelia Acosta und dem Rechtsanwalt Darío Flores angeeignet. Staatsanwältin Norma Salinas hat angedeutet, dass María Elena Caballero in den nächsten Tagen angeklagt werden wird.
Der Notar Mario León Caballero Adorno bestritt, die Generalvollmacht unterschrieben und abgestempelt zu haben, mit der die Familien um die Entschädigungssummen gebracht wurden. Seiner Aussage zufolge waren seine Beglaubigungsschreiben angeblich gefälscht.
Nun wird jedoch seine Tochter María Elena Caballero beschuldigt, die Papiere mit dem Siegel ihres Vaters versehen zu haben, damit Anadelia Acosta und Darío Flores mit krimineller Absicht die Vollmacht ausstellen und die beiden Schecks einlösen konnten.
Die Staatsanwältin Norma Salinas erwähnte, dass gegen María Elena Caballero ein Ermittlungsverfahren eingeleitet werden wird.
Sie wies auch darauf hin, dass er erst heute von dieser neuen Verwicklung in den Fall erfahren und noch nicht alle entsprechenden Untersuchungen durchgeführt habe. Sie fügte hinzu, dass die Ermittlungen fortgesetzt werden und dass jeden Tag mehr und mehr Elemente im Zusammenhang mit dem Fall ans Licht kommen.
Bislang wurden 8 Beschuldigte angeklagt
Bislang hat die Staatsanwaltschaft acht Personen im Zusammenhang mit diesem Fall angeklagt. Die ersten, die angeklagt wurden, waren Anadelia Acosta und der Rechtsanwalt Darío Flores, die als Haupttäter des Verbrechens identifiziert wurden, aber nicht verhaftet wurden.
Später kamen Ovidio Ramón Oviedo Brítez (der Freund von Anadelia) und Juan Ramón Acosta (der Vater von Anadelia) als Komplizen hinzu.
In der Anklageschrift wurden auch María Gloria de Flores und Claudia Beatriz Aguilar Mendoza, Ehefrau und Cousine des Anwalts Darío Flores, genannt.
Schließlich wurden Arnaldo Javier González Benítez, Geschäftsführer der Banco Nacional de Fomento de Repatriación, und Mirian Graciela Colman de Arce, Kassiererin der gleichen Einrichtung, angeklagt, die ebenfalls als Komplizen beteiligt waren.
Die Anhörung zur Verhängung von Maßnahmen gegen die Angeklagten ist für heute am Sitz der Justiz von Caaguazú angesetzt.
Wochenblatt / Abc Color














zardoz
Das ist ja mal eine lange Liste an Damen. Ist die Justiz aufgewacht oder lässt sich die weibliche Kriminalität bei der heutigen Frauenwirtschaft nicht mehr verstecken? Wohl eher letzteres.