Asunción: Die Nationale Agentur für Verkehr und Straßensicherheit (ANTSV) gab bekannt, dass 30 % der Verkehrsunfälle auf den schlechten Zustand der Straßen (Schlaglöcher und mangelhafte Fahrbahnen) sowie auf Umwelteinflüsse wie Regen oder Rauch zurückzuführen sind. Die restlichen 70 % werden durch menschliches Versagen verursacht.
Dies erklärte Rosalba Bazán von der Direktion des Observatoriums für Verkehr und Statistik. Die Daten werfen ein kritisches Licht auf die Behörden: Diese legen die Prioritäten bei der Verteilung des Staatshaushalts fest, kürzen jedoch die Mittel für die Infrastruktur gefährlich ein, anstatt sie für notwendige Verbesserungen zu erhöhen.
Der Sommer-Effekt
Laut Schätzungen der ANTSV festigt San Bernardino seine Position als der Distrikt mit dem höchsten Verkehrsaufkommen während der Ferienmonate (Januar und Februar). Die Analyse der Unfallzahlen zeigt einen deutlichen Aufwärtstrend: Während im ersten zweimonatigen Zeitraum des Jahres 2024 noch 55 Unfälle registriert wurden, stieg die Zahl im gleichen Zeitraum 2025 auf 83 – ein Anstieg von 51 % im Vergleich zum Vorjahr.
Der Januar erweist sich als der kritischste Monat. Im Jahr 2024 gab es 32 Unfälle, eine Zahl, die 2025 auf 49 anstieg (+53,1 %). Auch der Februar setzt diesen Trend fort: Von 23 gemeldeten Unfällen im Jahr 2024 stieg die Zahl auf 34 im Jahr 2025 (+47,8 %).
Zunahme der Schwere der Unfälle
Die Aufschlüsselung der Daten zeigt, dass nicht nur die Häufigkeit, sondern auch die Schwere der Unfälle zugenommen hat. Die Zahl der Unfälle mit Opfern (Verletzten oder Toten) stieg von 31 im Jahr 2024 auf 50 im Jahr 2025 – ein Zuwachs von 61,3 %. Diese Wachstumsrate liegt deutlich über der von reinen Sachschäden (+43,5 %). Dies deutet darauf hin, dass die Unfälle im Jahr 2025 bei höheren Geschwindigkeiten oder mit gefährdeteren Fahrzeugen, wie etwa Motorrädern, passierten.
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