Asunción: In den frühen Morgenstunden des 8. Februars jährte sich ein Ereignis zum zwölften Mal, von dem niemand dachte, dass es in Paraguay geschehen könnte: Der Mord an einem Menschen aus der “bloßen Lust am Töten“.
Das schreckliche Verbrechen ereignete sich im Viertel San Cristóbal in Asunción, erregte die Aufmerksamkeit der gesamten Nation und fand sogar internationales Echo.
Das Opfer war der 32-jährige Radiomoderator Agustín Emmanuel Bogado Quintana, der in seinem eigenen Haus mit einem Schlagring aus Eisen getötet wurde. Verantwortlich für die grausame Tat war das Paar Isaías Raúl Torres und Gissella Eliana Milea Otto, die später nach ihrer Verurteilung zu 40 Jahren Haft verurteilt wurden.
Während der mündlichen Verhandlung erklärte das Urteilsgericht – unter dem Vorsitz von Richterin Mesalina Fernández sowie Gloria Hermosa und Alba González –, dass dies der erste Fall eines “Mordes aus Vergnügen“ war, der in Paraguay zu einer Verurteilung führte. Die Angeklagten, die damals 27 Jahre alt waren, erhielten eine Freiheitsstrafe von 30 Jahren plus 10 Jahre Sicherheitsverwahrung, was eine Gesamtrafe von 40 Jahren ergab.
Beweismittel
Den im Prozess erörterten Beweisen zufolge boten Torres (argentinischer Staatsangehörigkeit) und Otto seit 2013 sexuelle Gefälligkeiten über ein gefälschtes Profil in sozialen Netzwerken an, um ihre potenziellen Opfer auszuwählen. So verführte die Frau den Kommunikator aus insgesamt 37 “Kandidaten“. Durch rund 4.000 von der Staatsanwaltschaft wiederhergestellte Textnachrichten wurde nachgewiesen, wie sie das Verbrechen mit Grausamkeit und Heimtücke planten. Dies bestätigte, dass das Motiv rein das Vergnügen war, ein Leben auszulöschen.
Tragisches Ende für die Verurteilte
Am 27. November 2018 nahm sich Gissella Eliana Milea Otto im Gefängnis “Buen Pastor“ das Leben. Ihr Körper wurde in ihrer Zelle gefunden; sie benutzte ein Seil, um sich an einem Balken zu erhängen, während sich die anderen Insassinnen im Gemeinschaftsbereich aufhielten.
Blas Martínez, der zu diesem Zeitpunkt als Direktor der Strafvollzugsanstalten fungierte, bestätigte den Fund einer Notiz an ihre Mutter: „Ich habe das schon lange geplant und ich möchte, dass du mir verzeihst, Mama.“ Der Direktor hob hervor, dass die Frau zum Zeitpunkt ihres Suizids an einer schweren Depression litt und sich in psychologischer Behandlung befand.
Wochenblatt / La Nación
















zardoz
Die Frau ist die, die von 100 umworben wird, der Mann einer von den 100 der nachlauft. Womit wieder mal bewiesen wäre, dass Internetbetrug hauptsächlich weiblich ist.
Völlig absurd hier was anderes anzunehmen.