Von der Hand in den Mund: Warum das Sparen derzeit unmöglich ist

Asunción: Eine Umfrage in den Straßen der Hauptstadt von Paraguay hat ergeben, dass das Sparen für die Mehrheit der paraguayischen Familien derzeit ein in weite Ferne gerücktes Ziel ist. In sechs stichprobenartigen Befragungen vor Ort stimmten die Teilnehmer überein, dass es im aktuellen Kontext “sehr schwierig“ oder schlichtweg “unmöglich“ sei, Geld beiseitezulegen.

Die Hauptbegründung war einstimmig: Ein Großteil des Einkommens wird für die Deckung der Grundbedürfnisse aufgewendet, insbesondere für den Kauf von Lebensmitteln. Viele gaben an, dass unvorhergesehene Gesundheitsausgaben jegliche Sparversuche zunichtemachen und in mehreren Fällen dazu zwingen, auf informelle oder formelle Kredite zurückzugreifen, um über die Runden zu kommen.

„Wir leben von der Hand in den Mund“, resümierte einer der Befragten – ein Satz, der sich in verschiedenen Aussagen wiederholte.

Die absolute Priorität liegt weiterhin darauf, die unmittelbaren Bedürfnisse der Familie zu befriedigen, wodurch wenig oder gar nichts zum Sparen übrig bleibt. Ein befragter junger Mann hob zudem einen weiteren Schlüsselfaktor hervor: Den Mangel an finanzieller Bildung. „Viel hängt davon ab, zu wissen, wie man Einnahmen und Ausgaben richtig verwaltet, aber diese Praxis ist unter den Leuten noch nicht sehr verbreitet“, kommentierte er.

Insgesamt nehmen die Paraguayer das Sparen als eine immer größere Herausforderung wahr, die durch die stetig steigenden Lebenshaltungskosten und die Instabilität der Einkommen in vielen Haushalten verschärft wird.

Wochenblatt / Megacadena / Beitragsbild Archiv

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