Asunción: Die Arbeitslosenquote stieg prozentual um 0,6 Prozentpunkte von 5,8 Prozent im zweiten Quartal 2023 auf 6,4 Prozent im zweiten Quartal 2024. Obwohl viele Politiker auf gut bezahlte Posten gebracht wurden, merkt man nichts von den Ankündigungen.
Die Arbeitslosenquote ist im Juni dieses Jahres auf 6,4 % gestiegen und liegt damit über dem Niveau des zweiten Quartals 2023. Insgesamt sind 195.948 Personen betroffen, von denen mehr als 53,6 % Frauen sind.
Damit eine Person als arbeitslos eingestuft wird, muss sie folgende Voraussetzungen erfüllen: 1) Sie darf in den letzten sieben Tagen vor dem Tag der Befragung nicht einmal eine Stunde einer Erwerbstätigkeit nachgegangen sein, 2) sie muss für eine Beschäftigung verfügbar sein und 3) sie muss aktiv nach einer Beschäftigung suchen.
Andererseits betraf die Unterbeschäftigung aufgrund unzureichender Arbeitszeit (Personen, die weniger als 30 Stunden in der Woche arbeiteten, zur Verfügung standen, dies aber nicht taten) 3,4 % der Erwerbsbevölkerung (ca. 102.874 Erwerbstätige). Im Vergleich zum gleichen Zeitraum im Jahr 2023 verzeichnete dieser Indikator eine negative Differenz von 0,6 Prozentpunkten, was in absoluten Zahlen einen Rückgang von 18.911 Unterbeschäftigten bedeutet.
Die Erwerbsbevölkerung besteht aus etwa 3.045.714 Personen, das sind 69,5 % der Bevölkerung im Alter von 15 Jahren und älter. Im Vergleich zum gleichen Zeitraum im Jahr 2023 zeigt dieser Indikator einen statistisch signifikanten Rückgang um 1,1 Prozentpunkte und in absoluten Zahlen bedeutet dies einen Rückgang um 20.471 Personen.
Die Zahl der Erwerbstätigen lag im zweiten Quartal 2024 bei 2.849.766 Personen, und im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2023 ist ein Rückgang um 37.166 Personen zu verzeichnen.
Einige Politiker machen jedoch die Sanktionen der OFAC gegen die Tabesa verantwortlich. Obwohl Jose Ortiz erklärte, dass man 850 Personen wegen den Sanktionen entlassen musste, sind diese nicht ausschlaggebend im Vergleich zu dem Zuwachs der Arbeitslosen.
Santiago Peña versprach 500.000 neue Arbeitsplätze, geht aber im ersten Jahr schon knapp 19.000 Arbeitsplätze ins Minus. Wahlversprechen oder Wahlversprecher?
Wochenblatt / INE












