Wahre Hundeliebe: Wenn einer in den Brunnen fällt, springen alle hinterher

Pedro Juan Caballero: Ein Nachbar hörte Gejaule aus einem Abwaserkanal. So retteten sie einen Hund nach dem anderen, indem Feuerwehrleute die Leiter hinunterstiegen und die völlig durchnässten und zitternden Tiere aus dem Schacht bargen.

Mittwochmorgen wurde in Pedro Juan Caballero die berühmte Frage erfüllt: “Wenn einer in den Brunnen fällt, springen dann andere auch hinterher, um ihm zu helfen?“.

Insgesamt 9 Hunde zeigten Solidarität und riskierten alles oder nichts, nachdem eine Hündin im Viertel Amistad von Pedro Juan Caballero in einen tiefen Abwasserschacht neben einer Wohnanlage gestürzt war.

„Wir wurden von Nachbarn darauf aufmerksam gemacht, dass sich 4 Hunde in einem Abwasserkanal aufhielten. Als wir hinuntergingen, waren wir überrascht, dass noch mehr Tiere dort waren. Insgesamt wurden 10 Hunde gerettet“, sagte der freiwillige Feuerwehrmann Gaspar Acosta. Zitternd, durchnässt und nicht genau wissend, wohin sie gehen sollten, sahen die Hunde dank der Feuerwehrleute wieder die Sonne.

Es waren alles verschiedene Rassen, keine Pitbulls. Die Kleinsten waren die Aggressivsten, aber trotzdem gingen sie alle in die Arme der Freiwilligen.

Unten war genug Platz, damit zwei Feuerwehrleute die Leiter hinunterklettern konnten. Sie beruhigten einen Hund nach dem anderen und holten sie heraus. „Es gab nur eine Hündin, die anderen waren alle Rüden. Keiner der Hundebesitzer war zugegen, nur einer der Nachbarn, der dort vorbeiging, hörte das Jaulen, blieb, um nachzusehen, und rief uns an, um die Rettung durchzuführen“, berichtete Acosta abschließend.

Wochenblatt / Mas Encarnación

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3 Kommentare zu “Wahre Hundeliebe: Wenn einer in den Brunnen fällt, springen alle hinterher

  1. Das was hier passiert ist instinkt. Es wird das weibchen zuerst hineingefallen sein und dann kamen die rüden. Hunde werden das nicht einschätzen können also sei es ihnen verziehen. So ein schacht muss gesichert und abgedeckt usw. sein und typisch für länder wie paraguay dass natürlich nichts getan wird aber geschrien wenn was passiert.
    Aus menschlicher sicht versuchen hier 9 nichtschwimmer einen anderen zu retten. In ägypten habe ich von so einem fall gelesen. Am ende waren alle 11 ertrunken. 10 nichtschwimmende retter und ein junge, der es ebenfalls nicht konnte aber ins wasser ging. Muss der sohn des chefs gewesen sein? Bei einem mädchen wäre es egal gewesen? Auch hier zeigt sich wohl eher mentalität und religion.
    Dass man aber nur hilft wenn man es auch kann, ist zu einfach oder zu kompliziert?

  2. Alles Lemminge halt, was der “ Führer“ macht, wird nachgemacht. Gut, Tiere können nicht denken bzw vorausschauend denken die meisten Menschen aber auch nicht.

  3. Man sieht es ja auch bei Walen, das Leittier schwimmt an Land ,weil Orientierung verloren, die Herde folgt. Genauso der Mensch, das Leittier geht irgend wo hin, die “ Herde“ folgt, ohne selber zu denken. Klar gibt es Ausnahmen, die dann aber der Verfolgung ausgesetzt sind und um Ihr Leben fürchten müssen. Egal ob Russen oder Amis.