Asunción: Die zweite Anbausaison des Jahres steht in vielen Regionen Paraguays vor einer Zerreißprobe. Laut Warnungen der Produzentenverbände gefährden ein massiver Rückstand im Zeitplan und die fehlende Bodenfeuchtigkeit die aktuelle Kampagne für Soja und Mais.
Ein Wettlauf gegen die Zeit und die Sonne
Die Schwierigkeiten bei der diesjährigen “Zafriña“ (der Nachernte oder zweiten Aussaat) hängen direkt mit der verspäteten Haupternte zusammen. Da die erste Soja-Ernte des Jahres später als üblich abgeschlossen wurde, verschob sich das gesamte Zeitfenster für die Neuaussaat. Das Ergebnis ist ein extrem ungleichmäßiges Bild auf den Feldern:
-Einige Kulturen sind bereits weit entwickelt.
-Andere keimen gerade erst mühsam.
-In vielen Gebieten wird immer noch unter Hochdruck gesät – weit außerhalb der optimalen Termine.
Regen-Lotterie und Hitzestress
Die Niederschläge der letzten Wochen waren extrem unregelmäßig. Während in einigen Ortschaften isolierte Regenschauer niedergingen, blieben Nachbargemeinden völlig trocken. Die Kombination aus sengender Hitze und ausgetrockneten Böden setzt den jungen Pflanzen massiv zu. Besonders im Süden der Region Oriental kämpfen die Landwirte damit, den Zyklus noch zu retten.
Die Erwartungen der Produzenten sind gedämpft. Alles hängt nun davon ab, ob in den kommenden Wochen flächendeckende Regenfälle einsetzen, um die Bodenfeuchtigkeit zu regenerieren und einen totalen Ernteeinbruch zu verhindern.
Wochenblatt / Mas Encarnación / Beitragsbild Archiv















