Asunción: Die Fahrer von Fahrdienst-Plattformen stehen vor einer doppelten Belastung: Neben den jüngst gestiegenen Kraftstoffpreisen kündigt sich eine Erhöhung der Vermittlungsprovisionen an.
Wie Basilio Duarte, Präsident des Branchenverbandes, mitteilte, werden die App-Anbieter diese Anpassung ab dem 5. Oktober umsetzen. Duarte warnte, dass beide Faktoren den Arbeitsalltag erheblich verteuern und die Gewinnspannen drastisch schmälern.
Duarte erklärte, dass die Fahrer von der Kraftstoffpreiserhöhung völlig überrascht wurden, das Problem damit jedoch nicht ende. Ab dem 5. Oktober müssen sie im Rahmen einer Aktualisierung der Servicegebühren eine Provision von 23 Prozent an die Plattformen abführen. In der Praxis bedeute diese Steigerung Mehrkosten von rund 1.000 Guaranies pro Kilometer, so der Verbandsvorsitzende.
Laut Duarte fließen derzeit 70 Prozent der Einnahmen eines Fahrers direkt in Kraftstoff und Provisionen. Den Fahrern bleibe lediglich ein Reingewinn von 30 Prozent – eine Marge, mit der sich die laufenden Kosten kaum noch decken lassen. Er ergänzte, dass landesweit mehr als 30.000 Fahrer bei verschiedenen Plattformen registriert sind.
Angesichts dieser Entwicklung kündigte Duarte Pläne für die Einführung einer eigenen Anwendungs-Software an, die eine gerechtere Gewinnverteilung ermöglichen soll. „In unserer Genossenschaft analysieren wir bereits die Entwicklung einer eigenen App, die sowohl für Fahrgäste als auch für die Fahrer Vorteile bringen soll“, so Duarte abschließend.
Wochenblatt / Megacadena / Beitragsbild Archiv















