Concepción: In einer emotionalen Gemeinschaftszeremonie gaben sich Mirian Fernández (38) und Luis Ojeda (42) nach 18 Jahren des Zusammenlebens das Jawort. Laut Angaben des Korrespondenten Justiniano Riveros brachte die Veranstaltung 52 Paare in der Pfarrei Nuestra Señora del Rosario in Concepción zusammen.
Die beiden lernten sich in Argentinien kennen. Wie Mirian erzählte, funkte es beim ersten Blickkontakt, während sie in einer Diskothek tanzten.
„Wir haben beide dort gelebt und gearbeitet“, erklärte sie.
Sie versicherte, dass der Spruch, eine Beziehung halte nicht, wenn man seinen Partner in einer Disco kennengelernt hat, nicht stimme.
„Er und ich lösen alle Probleme im Gespräch, weil Liebe und Partnerschaft da sind“, betonte sie.
Sie fügte hinzu, dass das Geheimnis, die Flamme der Liebe aufrechtzuerhalten, darin bestehe, romantisch und aufmerksam zu sein. „Ich sage ihm immer, dass er bis heute die Liebe meines Lebens ist, und er sagt zu mir: ‚Ich liebe dich genauso wie damals, als wir uns kennengelernt haben‘“, erzählte sie.
Für Mirian ist ihre Liebe absolut krisensicher, schließlich haben sie schon alles Mögliche durchgemacht. Im Nachbarland lebten sie über zwölf Jahre lang, und auch ihre beiden Kinder verbrachten dort einen Teil ihres Lebens.
Vor sieben Jahren kehrten sie nach Paraguay zurück. „Er hatte ein gesundheitliches Problem, und wir sind hergekommen,um uns gegenseitig als Familie zu unterstützen. Jetzt ist unser Leben hier: Er arbeitet in einem Kühlhaus, und ich bin Springerin – mal Kellnerin, mal Friseurin“, fügte sie hinzu.
Was ihr am wenigsten gefällt
Etwas entspannter sprach sie dann über die Qualitäten ihres Mannes und ihre Unterschiede:
„Am meisten gefällt mir, dass er aufmerksam ist, sich für unsere beiden Kinder und die Familie aufopfert. Was mir aber nicht gefällt, ist, dass er nicht redet – oft spreche ich Dinge an, und er nickt einfach alles ab oder schweigt, und das bringt mich um (lacht).“
In einem anderen Moment öffnete sie ihr Herz über ein sehr intimes und schweres Ereignis in ihrem Leben. Mirian war in Argentinien Opfer von Menschenhandel geworden. Sie wurde in jungen Jahren mit dem Versprechen auf eine bessere Zukunft dorthin gebracht, fand dort jedoch eine ganz andere Realität vor.
Nach einigen Jahren wurde sie eines Tages von einer anderen Paraguayerin gerettet, die sie von dort wegholte und ihr Arbeit besorgte.
„Mein Mann war derjenige, der meine Wunden geheilt hat“, sagte sie.
Wochenblatt / Extra















