Asunción: Der Gesundheitszustand des ehemaligen paraguayischen Präsidenten Horacio Cartes hat sich verbessert. Nachdem er vor einigen Wochen aufgrund einer gesundheitlichen Dekompensation hospitalisiert werden musste, befindet er sich nun in einer stabilen Phase der Genesung.
Cartes ist bereits wieder in seiner Residenz und nimmt schrittweise seine täglichen Aktivitäten auf. Er absolviert leichte körperliche Übungen wie Laufbandtraining. Gerüchte über angebliche Sprachstörungen wurden ausdrücklich zurückgewiesen; er sei in dieser Hinsicht völlig uneingeschränkt und politisch handlungsfähig. Es wird berichtet, dass Cartes’ persönliche Zurückhaltung gegenüber medizinischen Untersuchungen den Genesungsprozess zeitweise etwas verzögert habe.
Seine Aussagen in der Vergangenheit über den hervorragenden Service des IPS, was einer Krankenversicherung der ersten Welt wäre, kann man leider keine Bedeutung beimessen, denn öffentliche Krankenhäuser meidet der Ex-Präsident wie der Teufel das Weihwasser. Gerade mal das Migone in Asunción und das Sirio-Libanes in Sao Paulo akzeptiert er für Behandlungen.
Geplante Reise nach Brasilien
Es wurde bestätigt, dass Cartes in den kommenden Tagen nach Brasilien reisen wird. Es handelt sich nicht um einen Notfall, sondern um bereits zuvor geplante Routineuntersuchungen und medizinische Checks. Diese Termine standen schon länger fest, mussten jedoch aufgrund seines zwischenzeitlichen Krankenhausaufenthalts verschoben werden.
Die Nachricht über seine Erkrankung hatte erhebliche Unruhe in der paraguayischen Politik ausgelöst. Da Cartes als Vorsitzender der Colorado-Partei (ANR) und Anführer der Bewegung „Honor Colorado“ eine zentrale Machtfigur im Land ist, führte seine Abwesenheit sofort zu Spekulationen über die interne Stabilität des Regierungslagers. Mit seiner Rückkehr in den politischen Alltag scheint sich diese Ungewissheit vorerst gelegt zu haben.
Wochenblatt / El Nacional















