Washington D.C.: Barron Trump, Sohn des US-Präsidenten Donald Trump, setzt auf das Geschäft mit Yerba Mate. Er plant den Markteintritt mit einer Getränkemarke auf Basis des traditionellen Aufgussgetränks. Paraguay sticht in diesem Sektor hervor und bewegt Exportvolumina von insgesamt 15 Millionen US-Dollar.
Im Alter von 20 Jahren steigt Barron Trump offiziell in die Geschäftswelt ein – mit einer durchaus bemerkenswerten Wette: Einer Marke für Erfrischungsgetränke auf Basis von Yerba Mate, einem Traditionsprodukt aus Paraguay.
Das Unternehmen heißt Sollos Yerba Mate Inc. Laut dem LinkedIn-Profil der Firma steht der Launch für Mai bevor. Geplant ist ein 12er-Pack Dosen in der Geschmacksrichtung Ananas-Kokos. Auf der Plattform wird die Marke als “Lifestyle-Konzept rund um Yerba Mate und saubere, funktionale Inhaltsstoffe“ präsentiert.
Gemäß den Registrierungsunterlagen für den Bundesstaat Florida wurde das Unternehmen im Dezember 2025 in Delaware gegründet. Barron Trump ist einer von fünf Direktoren, neben Rodolfo Castello, Valentino Gomez, Spencer Bernstein und Stephen Hall.
Abgesehen von diesen Details gibt es bisher kaum weitere Informationen über das Vorhaben des jüngsten Sohnes des US-Präsidenten. Das LinkedIn-Profil verrät jedoch, dass der Name “Sollos“ (das Wort „Sol“ – Sonne – vorwärts und rückwärts gelesen) eine Hommage an das Leben in Südflorida darstellt, wo man “das ganze Jahr über Zeit im Freien verbringen kann“.
Barrons unternehmerisches Profil hat sich bereits in den vergangenen Jahren entwickelt. Ende letzten Jahres schätzte Forbes US sein Vermögen auf etwa 150 Millionen US-Dollar – damit läge er vor einigen seiner Geschwister. Hinzu kommen schätzungsweise 525 Millionen US-Dollar in Krypto-Token aus seinen Erfahrungen in der Web3-Welt.
Die paraguayische Identität
Ilex paraguariensis, so der wissenschaftliche Name der Yerba Mate, ist ein Sektor, in dem die paraguayische Identität tief verwurzelt ist – sowohl durch Traditionen als auch als bedeutender Wirtschaftsfaktor des Landes.
Nach Daten des paraguayischen Yerba-Mate-Zentrums (Centro Yerbatero Paraguayo) erreichten die Exporte zuletzt 10.174 Tonnen. Dies entspricht einer Steigerung von 34 % gegenüber dem Vorjahr und Einnahmen in Höhe von 14.851.364 US-Dollar.
Aktuell erreicht paraguayische Yerba Mate 25 Länder. Syrien ist der Hauptabnehmer, gefolgt von regionalen Märkten wie Brasilien, Argentinien und Chile sowie neuen, nicht-traditionellen Märkten wie den Vereinigten Arabischen Emiraten, Pakistan und Estland.
Die Hauptproduktionsgebiete in Paraguay sind Itapúa, gefolgt von Guairá, Alto Paraná, San Pedro, Misiones und Canindeyú. Letzteres konzentriert zudem einen Großteil der Bio-Produktion. Paraguay positioniert sich regional als drittgrößter Produzent hinter Argentinien und Brasilien. Der Fokus der Branche liegt laut dem Branchenverband jedoch nicht auf der reinen Masse, sondern auf Qualität, Marktzugang und Produktdifferenzierung.
Wochenblatt / Forbes Paraguay














