Zensus 2022: “Niemand wird ins Gefängnis gehen, wenn er nicht zu Hause ist“

Asunción: Es ist nicht mehr weit, bis der Zensus 2022 stattfindet. Und es gibt eine große Diskussion über die Auskunftspflicht. Zumindest soll niemand ins Gefängnis gehen müssen, wenn er nicht zu Hause ist.

„Wir sind sicher, dass der Zensus ein Erfolg wird. Die Erwartungen sind sehr hoch“. Das waren die Worte von Iván Ojeda, Direktor des Nationalen Instituts für Statistik (INE), die sich darauf beziehen, was am 9. November geschehen wird. An diesem Tag, von 07.00 bis 18.00 Uhr, werden die mehr als 210.000 Volkszählungsteilnehmer, die mit ihren Fragebögen in der Hand durch das Gebiet ziehen, in Millionen von Haushalten die Glocken läuten oder in die Hände klatschen.

Ojeda wies darauf hin, dass sie bis heute bereits 190.000 Freiwillige haben, die sich als Volkszählungsteilnehmer und Betreuer für die Datenerfassung der nationalen Volks- und Wohnungszählung registriert haben, die am 9. November durchgeführt werden soll.

Er fügte an, dass das Ziel darin bestünde, 210.000 Menschen für den Einsatz zu erreichen. Einige Stadtteile in Asunción sowie einige von Ciudad del Este sind die noch zu besetzenden Stellen. Ojeda betonte, dass für den Fall, dass das Ziel nicht erreicht wird, ein Notfallplan entworfen werde, um Personal der Polizeikräfte und der Militärakademie in die Abdeckung dieser fehlenden Räume einzubeziehen.

Ojeda erinnerte daran, dass Mittwoch, der 9. November, ein nationaler Feiertag sein wird und forderte die Menschen auf, in ihren jeweiligen Häusern zu bleiben. Er präzisierte, dass zu den ausgenommenen Diensten unter anderem Krankenhäuser für Notfälle, Apotheken, die maximal 100 Meter von Krankenhäusern entfernt sind, öffentliche sowie private Sicherheitsdienste, Journalisten, Hotels und Bestattungsdienste gehören.

„Es muss darauf hingewiesen werden, dass niemand dafür ins Gefängnis kommt, dass er auf der Straße oder nicht daheim ist, aber wir bitten die Menschen, von 05:00 Uhr bis 18:00 Uhr zu Hause zu bleiben, genau wie diejenigen, die bereits schon registriert sind, um eine Verwirrung zu vermeiden“, sagte Ojeda der Presse. Er betonte aber, dass das Gesetz Geldbußen für Personen vorsehe, die sich weigerten, den Fragebogen zu beantworten, wies jedoch darauf hin, dass in der Praxis niemals solche verhängt worden seien.

„Wir glauben, dass es genau wie die Odesur-Spiele ein großes nationales Bürgerfest wird. Alle Daten sind im Rahmen des Statistikgeheimnisses geschützt“, sagte er.

Wochenblatt / El Nacional / Beitragsbild Archiv

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3 Kommentare zu “Zensus 2022: “Niemand wird ins Gefängnis gehen, wenn er nicht zu Hause ist“

  1. Muss man bloß zuhause sein. Soll mich aber keiner von denen vor 16 Uhr wecken kommen. Sonst werde ich aber bächtig Möse. Könnens von mir aus von 6 bis 16 Uhr vor der Haustür in der Sonne bruzzeln und in die Hände klatschen. Ist mir egal. Ich war ja zuhause eingesperrt, wie es die hiesig Vollprofi-Prästeinzeitverfassung zulässt.
    „Ojeda erinnerte daran, dass Mittwoch, der 9. November, ein nationaler Feiertag sein wird“, das war aber keine gute Idee. Feiertag heißt ja hierzulande, stellst mal den Müll, Ghettoblaster 120 dB, einzig Shwuddeli-Hui-CiDi, Kleinkinder, Billigpolarbierbücksenpacks und Kuhkrematorium in den Vorgarten. Die Alte soll die Streichhölzl nicht vergessen. Wie soll ich dann hören, wenn die in der Sonne bruzzeln und ich wie üblich mit Oropax und Schuma-auf in den eigenen vier Wänden rumrobben muss? Das ist ein nationaler Volksausfrageltag und kein nationaler Feiertag. Von einem selbstbetitelnden, erfolgreichen Jefe sollte man schon erwarten können, dass er sich präzise zu artikulieren weiß.
    „Wir glauben, dass es […] ein großes nationales Bürgerfest wird.“, ja, bestimmt. Ein großes nationales Shwuddeli-Hui-120dB-Abgeshwuddeli-Fest. Wie außergewöhnlich. Erlebe ich sonst nur ein paar Mal pro Woche. Nur, dass ich diesmal gar gezwungen werde dies in meinen eigenen vier Wänden miterleben zu müssen, ohne die Möglichkeit zu haben mich im Tschungel zu verkriechen.
    In Europa würdens einem ja Nötigen, Drohen und eine Unterschrift verlangen. Hier verlangens auf die Richtigkeit der Beantwortung der Fragen nicht einmal ein Kreuzchen. Diese Volksausfragelung ist nicht gerade sehr gef****t eingeschädelt. Was zu beweisen war.

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  2. Alle Daten sind geschützt….beim lesen dieses Satzes musste ich dann doch lachen…sie bekommen von mir die Auskunft wie viel Personen auf dem Grundstück leben und wie alt sie sind….heisst ja Volkszählung und nicht Erfassung des Vermögens….vorallem habe ich keine Lust in zwei oder drei Monate Besuch zu bekommen die sich die Mikrowelle oder die Waschmaschine anschauen…. Datenschutz was für ein Witz den er hier macht

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  3. Das wird sicherlich ein großes Fest werden für die Censistas, die große Einnahmen mit dem Verkauf der Daten generieren werden.
    Und anschließend ein noch größeres Fest für die Käufer dieser Daten.
    Das allergrößte Fest feiern dann die Beraubten und Überfallenen.
    Feliz fiesta del Censo!

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