Luque: Sie waren in einer Kiste versteckt und auf den ersten Blick nicht zu sehen, aber als die Kontrolleure die Kiste öffneten, kamen zwei Nachtaffen zum Vorschein, einer größer und einer sehr klein, die illegal verkauft werden sollten. Das Ganze ereignete sich am vergangenen Freitag gegen 18:30 Uhr. Dieser Ort wurde gewählt, weil dort die Übergabe vereinbart worden war, um die Personen festnehmen zu können, die sie transportierten.
Die Aktion war Teil eines verdeckten Kaufs, den das MADES vorbereitet hatte, da es Informationen darüber hatte, dass die Tiere illegal verkauft werden sollten. Die Kontrolleure trafen zuerst ein und wurden von Polizeibeamten begleitet. Als die Verkäufer mit der Kiste erschienen, nahmen die Einsatzkräfte sie fest und bestätigten, dass es sich um zwei Nachtaffen der Art Aotus trivirgatus handelte, die gesetzlich geschützt sind.
Nachdem die Tiere in Sicherheit gebracht worden waren, forderte das MADES-Team über den Notruf 911 polizeiliche Unterstützung an. Eine Streife der 3. Polizeidienststelle von Cañada San Rafael kam zum Ort des Geschehens und sprach mit dem zuständigen Inspektor, der erklärte, dass die gesamte Lieferung vereinbart worden war, um die Verantwortlichen festnehmen zu können und zu verhindern, dass die Äffchen weiterhin auf dem illegalen Markt im Umlauf waren.
In der Kiste befanden sich die beiden Äffchen in sehr schlechtem Zustand. Der größere bewegte sich noch ein wenig, aber der kleinere hob kaum den Kopf. Beide waren auf engstem Raum zusammengepfercht und wurden völlig vernachlässigt, was das Risiko verdeutlichte, unter dem sie transportiert worden waren.
Die Festgenommenen wurden als Ruth C., 26 Jahre alt, und Andrés G., 27 Jahre alt, identifiziert, beide wohnhaft in Isla Bogado de Luque. Sie waren nicht vorbestraft und wurden zur Polizeidienststelle gebracht, um das entsprechende Verfahren fortzusetzen.
Auf der Polizeistation wurde der Fall der Spezialeinheit für Umweltdelikte der Staatsanwaltschaft gemeldet. Die stellvertretende Staatsanwältin Katherine López nahm die Informationen entgegen und leitete den Fall an die Staatsanwältin Lorena Ledesma weiter, die anordnete, dass die beiden Personen während der laufenden Ermittlungen auf freien Fuß gesetzt werden und die Äffchen in die Obhut des MADES übergeben werden.
Die Tiere wurden von Umweltbeamten in ein Spezialzentrum gebracht, wo sie tierärztlich versorgt, umfassend untersucht und mit allem versorgt werden, was sie zur Stabilisierung benötigen. Das Ziel ist es, dass sie sich gemäß den festgelegten Protokollen für aus dem Handel gerettete Wildtiere erholen.
Aufgrund des Größenunterschieds deutet alles darauf hin, dass das kleinere Äffchen vollständig vom größeren abhängig war, weshalb das Tierärzteteam beide sehr sorgfältig untersuchen muss, um zu wissen, wie sie zu behandeln sind und welche besondere Pflege sie benötigen.
Wochenblatt / Mades















