1 von 4 Haushalten in Paraguay hungerte 2021, laut INE

Asunción: Fünfundzwanzig Prozent der paraguayischen Haushalte, d. h. einer von vier, waren während des größten Teils des Jahres 2021 von mäßiger oder schwerer Ernährungsunsicherheit betroffen, so der jüngste Bericht des Nationalen Instituts für Statistik (INE).

Die Departements mit der höchsten Prävalenz von Hunger sind Caazapá und Itapúa, wobei die Analyse ergab, dass Frauen stärker gefährdet sind.

Bei der schweren Form der Ernährungsunsicherheit ergab die quantitative Analyse, dass in 5 von 100 Haushalten mindestens ein Mitglied mindestens einen Tag oder länger nichts gegessen hat.

Die Daten wurden durch Interviews gewonnen und spiegeln die Bedingungen wider, die die Menschen in den letzten 12 Monaten erlebt haben. Zu diesem Zweck wurde die “Food Insecurity Experience Scale” (FIES) verwendet, die erstmals in der permanenten kontinuierlichen Haushaltserhebung im dritten Quartal 2021 eingesetzt wurde.

Wochenblatt / El Independiente

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15 Kommentare zu “1 von 4 Haushalten in Paraguay hungerte 2021, laut INE

  1. jetzt sind es mehr, nämlich mindestestens 3 von 4 Familien, die nicht ausreichend zu Essen haben. Nur von Knochensuppe, ( schmeckt gut ) kann man nicht leben. Was anderes können die Familien sich nicht mehr leisten. Eine Suppe hält nicht lange vor, und Pan wird auch langsam unerschwinglich. Aber die Obrigkeit frisst Lachs und andere leckere Sachen.

      1. Hermann, Du redest nur Müll. Der Mindestlohn liegt derzeit bei ca 85000 für 8 Stunden Arbeit. Du willst uns allen Ernsten Weißmachen, das Du für 6 Stunden 100000 bezahlst. Du hast sicher eine 0 zuviel angefügt, oder bist nur ein Wichtigtuer. Für 100 Mil geht jeder für 6 Stunden arbeiten oder so zu tun.

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          1. Na denn, wo solldie Person hinkommen und wieviel Tage arbeitet diese Pro Woche/ Monat?

          2. Hermann, ich lebe in Limpio, nicht direkt in der Stadt, sondern Limpio Ausbau. Als ich hier her kam, gab es nur ein Dutzend Häuser. Mittlerweile sind es mehrere Dutzend geworden. wo keiner weiß wann die Immobilaria sagt, ok Du hast 3 Raten nicht bezahlt, Du hast 24 h Zeit zu bezahlen oder das Grundstück zu verlassen. Sonst räumen wir es. Aber Du hast meine Frage nicht beantwortet, Ob nur einmal in der Woche, oder einmal im Monat, oder jeden Tag Sonn- und Feiertage eingeschlossen..

          1. Ja die sind eben verwöhnt. Also ich finde hier sofort Leute, männlich/ weiblich usw. die dür 6 Stunden arbeiten wollen, allerdings nicht ” spezielle Sachen” in Kauf nehmen. Wie verlässlich die Leute sind und auch nicht Diebstahl begehen, weiß ich nicht. Eines weiß ich 100%, lasse niemalseinen Pyler aus den Augen, heist faktisch, mach es selber.

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          2. Glaube ich aufs Wort, das ist bei mir nicht anders. in Asuncion.
            Zum Glück habe ich ein Hausmädchen, schon viele Jahre. Hier gibt es auch so etwas wie Hausservice, was das kostet weiß ich leider nicht genau. Ist so ein Putzservice, sie sollen recht gut sein……

  2. Auch mir ist eine Familie bekannt, wo man Hunger hatte. Diese sind jetzt wieder ins Landesinnere zurückgegangen. Da können sie zumindest Hühner halten, ein bisschen Gemüse anbauen und werden nicht mit den enormen Supermarktpreisen konfrontiert.
    Die Situation ist äußerst prekär. Ich weiß nicht, wie lange die Paraguayer noch das aushalten können. Die Regierung muss endlich handeln, aber stattdessen interessiert die Politikverbrecher nur, wer sich zur nächsten Wahl aufstellt.

    1. Ich teile Ihre Ansichten, das Leben ist sehr viel schwerer geworden und es wird täglich schwerer. Die Preisschraube dreht sich täglich, ich erfahre das durch mein Hausmädchen, die mir jeden Tag sagt, was wieder im Preis gestiegen ist. Das kann man nicht nachvollziehen, jedenfalls ich kann es nicht. Die Situation empfinde ich belastend, ich frage mich auch, wie lange sich das der Paraguayer gefallen läßt, ich bewundere seine Geduld, aber auch sie wird ein Ende haben, davon bin ich überzeugt.
      Beruhigt bin ich nicht, wenn ich in die Zukunft sehe, denn die Politik leistet nichts, der kleine Mann, der wird von den Politikern nicht ernst genommen…..
      Das könnte sich eines Tages rächen…

  3. Das ist schon sehr schlimm, wenn 1/4 hungert. Ich wäre damit überhaupt nicht zufrieden, zu arbeiten und dafür einzig gegessen zu haben: arbeiten um nicht abzuserbeln. Der Mensch lebt nicht von Kartoffel allein. Allein arbeiten um zu essen, etwas anzuziehen zu haben, die allgemeinen Kosten zu bezahlen… wäre mir nicht genug. Das ist jetzt nicht abschätzig gemeint. Arme Menschen, denen nix übrig bleibt Ende Monat. Schließlich will man auch vorwärtskommen im Leben und für Arbeit sich auch etwas leisten können. Altersvorsorge ist auch wichtig, wenn man irgend wann nicht mehr kann.
    100.000 Gs (ca. 13 €) für 6 Arbeitsstunden/Tag für eine Putze sollte gar nicht schleicht sein (für hierzulande). Andere mit Mindestlohn “arbeiten” dafür einen ganzen Arbeitstag mal sechs. Wenn sie das 20 Arbeitstage pro Monat macht kommt sie auch auf 2 Millionen Gs. im Monat. Andere arbeiten für den jetzigen Minimallohn von knapp 2,3 Millionen Gs. auch 20 Arbeitstage (Durchschnitt, bei 5 Arbeitstagen zu 8-9 Stunden). Diejenigen die samstags auch “arbeiten” noch mehr. Ausländer sind eigentlich beliebte Arbeitgeber, da sie (meist) mehr bezahlen als die Eingeborenen untereinander. Offiziell müsste der Arbeitgeber Sozialabgaben (IPS) entrichten, seit die Putzfrauen und -männer formalisiert wurden.
    Beliebter sind natürlich neue Einwanderer, denen die Eingeborenen noch auf die Tränendrüse drücken können (Meerschweinchen, Kind, Opi krank, 14 Schwestern, noch Kleinkinder, um die sie sich kümmern muss. Aber eigentlich ist se Studentin und gerade jetzt ist ihr Notebook kaputt…). Und Vorschuss abknöpfen können (zinsloses Darlehen), nicht mehr verwendete Sachen geschenkt bekommen usw. Das haut bei den Alteingesessenen natürlich nicht mehr, seit sie einmal Vorschuss gewährten und dann einfach niemand mehr aufgekreuzt ist.
    Eigentlich müssten die Putzen bei euch Fila (Schlange) stehen. Außer, ihr seit solch Scheusale 🙂

  4. Es gibt schon Armut, ganz sicher sogar, nur muß sich das nicht in unserer Nähe abspielen, eine arme Familie, die im Chaco lebt, kann nicht unser Haus pflegen, wenn wir in der Hauptstadt leben.
    Ach ja, natürlich ist mir bewußt, eine gute Empleada zu finden, das war schon immer ein Problem.
    Ich in Asuncion, ich bezahle mehr als den Mindestlohn, aus nur einem Grund, ich wurde noch nie bestohlen, von meiner Empleada , ich bin sehr dankbar dafür, möge es so bleiben.
    Außerdem weiß ich das sie als alleinstehende und alleine erziehende Mutter, ihre Kinder ernähren möchte, wie es sich gehört.
    Und ich werde sie gut bezahlen, für hiesige Verhältnisse, ich muß es einfach tun, anders käme ich mir mies vor……
    Aber auch ich weiß, es gibt auch sehr viele, die gar nicht arbeiten wollen, leider, aber das haben wir ja in Deutschland auch, nur dort bekommen sie dann noch staatliche Unterstützung….

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