48 Kilometer zu Fuß in die Freiheit: Polizist rettet erschöpften Ex-Häftling

Encarnación: Eine lobenswerte Geste eines Polizeibeamten aus dem Bezirk Coronel Bogado hat Einheimische und Fremde gleichermaßen bewegt: Er half dem 20-jährigen Ex-Häftling Emilio, nach Hause zu kommen. Es handelt sich um Kommissar Felipe Vera, den Leiter des 6. Reviers der genannten Stadt.

„Er stammt aus der Stadt Pilar und war im Cereso-Gefängnis in Encarnación inhaftiert. Er hatte keinerlei Mittel oder Angehörige bei sich. Er ist von Encarnación bis nach Coronel Bogado gelaufen und konnte wegen der Erschöpfung seiner Füße nicht mehr weiter. Er hat 48 Kilometer zurückgelegt. Er wurde um 17:00 Uhr aus dem Gefängnis entlassen und kam hier am nächsten Tag um 07:00 Uhr morgens an“, begann Vera zu erzählen.

„Er war wegen Diebstahls verurteilt worden und saß sechs Monate im Gefängnis. Die Geschichte dieses Mannes ist sehr traurig. Ich gab ihm auf dem Revier zu essen und zu trinken und brachte ihn anschließend zum Busbahnhof von Coronel Bogado“, fügte er hinzu.

„Er erzählte uns, dass sich seine Eltern vor sechs Jahren getrennt hatten und er daraufhin in Depressionen, Drogen und Kriminalität abrutschte. Seine Eltern gründeten neue Familien, und er wurde vergessen“, erklärte der Kommissar weiter.

„Er hat uns um nichts gebeten; ich habe ihm angeboten, die Bustickets zu kaufen, damit er nach Hause kommt. Er konnte es kaum glauben und sagte mir, es sei das erste Mal, dass die Polizei ihn gut behandelt habe, da er sonst immer mit dem Gesetz in Konflikt geraten war. Das sind wahrlich schwierige Situationen. Aber es ist meine Gewohnheit, eine helfende Hand zu reichen. Ich würde es wieder tun“, fügte Vera an.

Abschließend erwähnte er: „Ich helfe immer wieder auf diese Weise. Momentan haben wir einen 65-jährigen Mann mit Arthritis und Arthrose bei uns, der auf der Straße lebte. Ich konnte einen Verwandten von ihm in Ciudad del Este ausfindig machen, der mir sagte, dass er ihn am Sonntag abholen wird. Ich habe eine Frau engagiert, die ihn wäscht und medizinisch versorgt.“

Wochenblatt / Cronica

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