Ob es klug war Xi Jinping als „Winnie the Pooh“ zu bezeichnen

Asunción: Immer wenn es darum geht an der Linie der Partei festzuhalten und Taiwan die Treue zu halten, vergessen nur zu gerne die Menschen, weswegen dieses Bündnis besteht. Nein eine politische Überzeugung brachte sie nicht dazu.

Abgesehen davon, dass wahrscheinlich die Hälfte der Bewohner des Landes Taiwan nicht mal auf einer Weltkarte finden könnten, ist die 65-jährige Beziehung beider Staaten auf einem einzigen Fundament gebaut, auf Geld. Jahr für Jahr pumpt Taiwan Millionen von US-Dollar nach Paraguay, ohne zu fragen, was damit wirklich passiert. Es werden Infrastrukturprojekte finanziert, eine Universität etc. Im Gegenzug bekommen sie dafür diplomatische Anerkennung.

Wer dies in Frage stellt, oder über den Tellerrand hinausschauen will, wird als Nestbeschmutzer dargestellt. Ganz besondern von den Politikern, die Jahr für Jahr nach Taiwan eingeladen werden, um an sinnlosen Treffen teilzunehmen. Erst vor zwei Wochen waren die Senatoren Blas Llano, Fernando Silva Facetti und die Abgeordnete Guadalupe Aveiro in Taipeh. Alle drei haben keine Wiederwahl-Wünsche, weswegen dies eine Art Abschlussreise nach Fernost war. Vorteile hat diese Reise nur für die Politiker gebracht. Die nationale Presse hat das Thema nicht angesprochen, niemand wurde darüber informiert. Dank der deutschsprachigen Staatspresse von Taiwan kam es aber ans Licht.

Efraín Alegre sprach davon sich zu überlegen, ob er mit Kontinentalchina diplomatische Beziehungen aufnehmen werde, ganz so wie es viele Lateinamerikanische Staaten jüngst getan haben. Doch allein der ausgesprochene Gedanke wird ihm in der Cartes-Presse mit einem Artikel gedankt, in dem man den chinesischen Präsidenten Xi Jinping beleidigt.

Sollten jedoch diplomatische Beziehung zu China aufgenommen werden, ist vorstellbar, dass China Paraguay sicherlich nicht schlechter dastehen lässt, als es bisher der Fall war.

Wochenblatt / La Nación

CC
CC
Werbung

Bitte achten Sie darauf, dass Ihre Kommentare themenbezogen sind. Die Verantwortung für den Inhalt liegt allein bei den Verfassern, die sachlich und klar formulieren sollten. Kommentare müssen in korrekter und verständlicher deutscher Sprache verfasst werden. Beleidigungen, Schimpfwörter, rassistische Äußerungen sowie Drohungen oder Einschüchterungen werden nicht toleriert und entfernt. Auch unterschwellige Beleidigungen oder übertrieben rohe und geistlose Beiträge sind unzulässig. Externe Links sind unerwüscht und werden gelöscht. Beachten Sie, dass die Kommentarfunktion keine garantierte oder dauerhafte Dienstleistung ist. Es besteht kein Anspruch auf Veröffentlichung oder Speicherung von Kommentaren. Die Entscheidung über die Löschung oder Sperrung von Beiträgen oder Nutzern die dagegen verstoßen obliegt dem Betreiber.

8 Kommentare zu “Ob es klug war Xi Jinping als „Winnie the Pooh“ zu bezeichnen

  1. Wer China als Partner sieht verliert immer und zwar alles. Egal ob als Unternehmen oder als Staat. China plant und agiert langfristig, um die alleinige Fuehrung der NWO zu erreichen. Damit ist jeder Manager oder Politiker, der maximal fuer 4 bis 5 Jahre denkt ueberfordert.

    14
    11
    1. DerEulenspiegel

      Ich finde meistens Ihre politischen Einstellungen eher unsympathisch und abseitig, besonders wenn es um Cartes oder Putin geht. Dennoch bewerte ich Sie hier nicht als @Heinz1965″ und verleihe Ihnen nicht automatisch aus reiner Anti-Pathie Senkdaumen. In Ihrem vorstehenden Kommentar vertreten Sie völlig richtige Thesen, weshalb ich Sie erstens hierfür loben möchte und Ihnen zweitens einen „Aufwärts-Daumen“ verliehen habe. Das nur zum Thema Objektivität und Gradlinigkeit.

      6
      9
  2. China hat nichts zu verschenken.
    Im Gegensatz zu Taiwan überwachen die Chinesen jeden Yuan, den sie in ein Land stecken.
    Die Projekte, die sie finanzieren, werden auch tatsächlich realisiert. Dafür haben sie qualifiziertes Personal vor Ort.
    Allenfalls einheimische Hilfsarbeiter dürfen dort mitarbeiten, die Planung und Ausführung wird von Chinesen gemacht.
    Diese Gelder werden aber keineswegs verschenkt, sondern sie müssen zurückgezahlt werden.
    ABER – wenn ein Land das nicht kann, dann hat sich China im Vorfeld vertraglich zusichern lassen, daß die Projekte dann China gehören werden. So verleiben sie sich die Länder stückweise ein.
    Ein Land wie Paraguay, dessen Politiker es gewohnt sind, hohe Bestechungsgelder anzunehmen, damit Ausländer im Land etwas tun dürfen, um sich anschließend auch noch das Geld für die Projekte unter den Nagel zu reissen, wird in nullkommanichts an China verscherbelt sein.
    Man schaue sich Beispiele in Afrika an.
    .
    Und noch etwas: die Chinesen vergessen nie etwas.
    Vor allem keine Beleidigungen.

    16
    1
  3. step by step

    @TejuJagua

    „China hat nichts zu verschenken.“
    kannst du mir vielleicht ein land nennen welches etwas zu verschenken hat?

    2
    2
      1. step by step

        @Hermann2

        sorry, hast vollkommen recht, deutschland habe ich natürlich vergessen. was für ein grosszügiges völklein aber auch, hahaha.

  4. Einer Prostituierten spielt es eigentlich keine Rolle aus welchem Land derjenige kommt, der die Plata bringt. Das habens bestimmt von den Schwitzzzzern vom Plaza di Parada (Peter Botha, Abacha, Menem und viele weitere nette Zeitgenossen haben/hatten da ihr Bankkonto, der Welt auch als Adolfs Goldwechselstuben bekannt, konnten aber von allem nix wissen, da nicht vom Fach).

  5. @step by step
    wie schon bemerkt: Deutschland verschenkt die sauer erwirtschafteten und den fleissigen Bürgern abgepressten Steuern in alle Welt, alimentiert halb Arabien und Afrika im eigenen Land, anstatt sich um die eigenen Leute zu kümmern.
    In Österreich sieht es nicht viel besser aus.
    Auch Taiwan hat anscheinend viel Geld zu verschenken. Denn sie „spenden“ ohne Unterlass, füllen den Politikern die Taschen und kümmern sich nicht darum, was aus ihren Geldgeschenken wird.
    .
    Das läuft bei den Chinesen nicht.
    Das sind knallharte Geschäftsleute, die Gewinne aus ihren Investitionen schlagen wollen und es auch TUN.
    Die paraguayischen Politiker werden das erst erkennen, wenn China das ganze Land gehört, das sie ihnen in ihrer unstillbaren Geldgier verpfändet haben.