Asunción: Die Liste der Beschuldigten umfasst nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft mehr als 20 Namen. Die Schwere des Falles besteht darin, dass es nicht nur eine Lieferung gab, sondern dass sie mehrere Kokainlieferungen nach Europa ermöglicht haben.
Die Staatsanwaltschaft, Senad und Dinac ermitteln gegen Beamte und Privatpersonen, die in ein Netz von Drogenlieferungen in europäische Länder verwickelt sein sollen. Bei den jüngsten Operationen wurden vier Männer verhaftet, die am Flughafen Silvio Pettirossi arbeiten und die den illegalen Handel zugelassen und daran mitgewirkt haben sollen.
Die Operation Reis begann nach der Mega-Beschlagnahmung von 10 Tonnen Kokain im Hamburger Hafen Mitte Juli, Deutschland. Sowohl die Nationale Zolldirektion als auch das Nationale Anti-Drogen-Sekretariat haben die Ermittlungen eingeleitet.
Den Ermittlern liegen Informationen vor, wonach die Drogensendungen von den Scannern am Flughafen entdeckt wurden, was die Beamten jedoch nicht registrierten, so dass von einer Mittäterschaft ausgegangen wird.
Bei den sieben Razzien, die vorgestern stattfanden, wurden ein Senad-Militäroffizier, identifiziert als Patrocinio Diarte Grance (46) und drei Dinac-Beamte verhaftet: Wilfrido Miguel Roa Esquivel (43), Eduardo Ramón Bogado Fernández (49) und Jorge Belizardo Rodríguez Cabrera (32).
Staatsanwalt Guillermo Sanabria, der die Razzia am Flughafen leitete, sagte, dass es noch nicht möglich sei, über die Beteiligung der Beteiligten zu sprechen, aber dass es ein System gebe, das schon seit einiger Zeit existiere, um Drogen in europäische Länder zu schicken. Dies erfolgt unter anderem in Gepäckstücken von unbescholtenen Passivieren.
Er bestätigte auch, dass mehrere Lieferungen auf den europäischen Kontinent erfolgten und dass nicht nur Beamte, die ständig am Flughafen arbeiten, sondern auch private Unternehmen daran beteiligt waren. „Wir machen Fortschritte in einem anderen Teil der Ermittlungen. Es handelt sich um eine Untersuchung, bei der wir auch die Hilfe unserer Kollegen in verschiedenen europäischen Ländern in Anspruch nehmen“, sagte der Staatsanwalt.
Auf der Suche nach Beweisen und den mutmaßlich Beteiligten wurden auch Wohnungen und militärische Einrichtungen wie die Marineinfanterie durchsucht, wo Dokumente, persönliche Gegenstände, Fahrzeuge und digitale Informationen gesammelt wurden, die die Beteiligung der Verdächtigen beweisen sollen, erklärte Sanabria.
Der Leiter der Dinac, Félix Kanazawa, sagte seinerseits, dass es „Null-Toleranz“ für Beamte gebe, die in diese Fälle verwickelt seien, zumal drei Flughafenbeamte verhaftet worden seien.
Der Staatsanwalt sagte, dass die Liste der Personen, gegen die ermittelt wird, mehr als 20 öffentliche und private Beamte umfasst. In dem Fall gibt es bereits drei Beschuldigte, Cristhian Iván Noguera, der bereits verhaftet wurde, und zwei flüchtige Personen, Guillermo Federico Rey und der uruguayische Staatsbürger Gonzalo Aparicio Sosa.
Wochenblatt / Última Hora











Klammeraffe Muss
Ja. Und? Die haben in ähnlichen Fällen schon vor Jahren so viele Sachen herausgefunden. Passiert ist bisher noch nix. Bis die Verurteilt würden ist die Angelegenheit längst verjährt.
Heinz1965
Im Seehafen in Hamburg werden 10 Tonnen Kokain festgestellt. Daraufhin nehmen die Paraguayischen Amigos Flughafenbedienstete als Mittäter fest?
Das passt so zweifelsfrei nicht zueinander.? Werden wieder einmal wahllos Menschen eingesperrt, da die Täter nicht genannt werden dürfen ?
DerEulenspiegel
Lug, Betrug, Korruption, Diebstahl und Unehrlichkeit nehmen einfach nicht ab, sie nehmen weiter zu. Wenn eine solche verkommene Moral nicht endlich von der Wurzel an bekämpft wird, ändert sich daran nie etwas. Das bedeutet, schon im Kindergarten, über die Grundschulen usw. sollte den heran wachsenden Menschen Werte und Moral systematisch vermittelt werden. Nur dann kann auf Sicht eine Besserung erwartet werden. Von den Eltern und sonstigen Familenangehörigen ist eher nicht viel Unterstützung zu erwarten denn sie sind ja selbst in dieser gewachsenen Unmoral gefangen. Die Politiker sind gefragt. Sie könnten und müßten dafür die Weichen stellen. Aber ob sie das überhaupt wollen? Und was ist mit den Kirchen, der Presse und vielen sonstigen Organisationen? Nehmen sie das einfach so als „Gott gegeben“ hin. Niemand scheint sich wirklich für die Problematik zu interessieren, dabei müßten doch alle an einer geistigen Erneuerung und Gesundheit der Moral interessiert sein!
carioca
die 20 reichen da nicht aus, nach meiner Meinung sind alle daran beteiligt