Argentinien immer weniger attraktiv zum Auswandern

Asunción: Letzte Woche veröffentlichten ein argentinisches Medium Zahlen, aus denen hervorgeht, dass die Zahl der Paraguayer, die nach Argentinien auswanderten, seit 2015 um 66 % zurückgegangen ist.

Dies war auf die wirtschaftliche Verschlechterung zurückzuführen, die im Nachbarland vorherrschte, während sich die makroökonomischen Indikatoren Paraguays verbesserten. Heute führen Venezolaner die Rangliste der Migranten an.

Laut einem veröffentlichten Bericht der argentinischen Nationaldirektion für Migration sind Paraguayer nicht mehr diejenigen, die am häufigsten in ihr Land einwandern. Nachdem sie viele Jahre lang die Liste der Migranten anführten, kehrte sich die Situation von 2015 bis 2022 um 66 % um und die Paraguayer sahen im Nachbarland keinen besseren Horizont mehr.

„Im Jahr 2015 entschieden sich 103.739 Paraguayer für eine dauerhafte oder vorübergehende Niederlassung in Argentinien. Sie machten fast 40 % der 259.505 in diesem Jahr beantragten Einwanderungen aus. Sieben Jahre später, im Jahr 2022, waren es nur noch 35.088 und sie stellten fast 25 % derjenigen dar, die eine Aufenthaltsgenehmigung im Land beantragten“, heißt es in dem Bericht, den die Behörden dem Portal La Nación Argentina übermittelten.

Es wird des Weiteren hervorgehoben, dass Paraguayer trotz dieses Rückgangs der inländischen Migranten weiterhin an der Spitze der Einwanderungsliste stehen, die derzeit jedoch von Venezolanern angeführt wird. „Paraguay führte die Rangliste der Nationalitäten an, die nach Argentinien einwanderten, bis es 2018 von Venezuela verdrängt wurde“, heißt es.

Zudem wird berichtet, dass die Erholung der Migranten im Nachbarland leider weit von der Realität entfernt sei und in diesem Jahr nicht den Wert der besten Jahre erreicht habe. „Der Rückgang ist Teil eines Trends, der sich auch auf andere lateinamerikanische Länder auswirkt. Die Gesamtzahl der Migranten belief sich im Jahr 2015 auf 238.495, während es im vergangenen Jahr 150.821 waren“, hebt die Verlautbarung abschließend hervor.

Wochenblatt / La Nación

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6 Kommentare zu “Argentinien immer weniger attraktiv zum Auswandern

  1. Was soll ein Paraguayer in Argentinien? Vom Regen in die Traufe und dann noch die extrem volatile Währung? Ok, das falsche Wort, geht ja nur abwärts. Bei Venozolanern kann ich es ja, zumindest politisch, nachvollziehen. Als deutscher bzw. deutsch/ital. habe ich gar keinen Plan mehr und je mehr ich mich damit auseinandersetze umso unsicherer bin ich. Ich überlege schon seit 15 Jahren DE zu verlassen aber nicht aus politischen Gründen sondern Bauchgefühl. Vielleicht einfach zu feige. Spätestens wenn die AFD-Nazis an der Regierung sind dann gäbe es etwas Druck mehr sich zu verpieseln.

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    1. Tscharlie ich bitte dich von tiefstem Herzen, bleibe wo du bist, denn solchen Typen wie dich brauchen wir hier nicht. Du könntest hier eh nicht überleben. Also, bitte bleib in Dummland, denn genau dort passen solche Typen wie du hin!!

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      1. Ach Fidi, mache dir keine Sorgen. Ich war in Paraguay fast nur mit Einheimischen zusammen und es hat dennoch super geklappt. Nur bei zugereisten Leuten, die meinen das Land gehört ihnen, hätte ich meine Bedenken.

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  2. Spätestens wenn die AFD-Nazis an der Regierung sind dann gäbe es etwas Druck mehr sich zu verpieseln. Kannst Du das mal etwas detailliert erklären? Ich verstehe das nicht.
    “Dein Lebensziel sei es nicht, Teil der blöden Mehrheit zu werden, sondern der Horde der Verrückten zu entfliehen!”

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    1. Hermann, Mehrheit oder Minderheit interessieren mich nicht. Ich mag deren Politik einfach nicht. Wenn ich sehe wie gerade der Osten den Ausländerhass propagiert, obwohl es dort kaum Ausländer gibt dann verstehe ich die Welt nicht mehr. Protestwähler kann ich erst Recht nicht verstehen. Wenn die Ruhrgebietler rechts tendieren würden könnte ich das noch halbwegs verstehen. Politik ist immer ein Streitthema daher möchte ich mich nicht unnötig streiten. Ich weiß zwar wie eine Uni von innen aussieht aber Politik war nicht mein Schwerpunkt. Verteufeln tu ich niemanden, alles und jeder hat Vor- und Nachteile auch wenn ich manchmal nicht besonders sachlich rüber komme bin ich „stehts bemüht“ 😉

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      1. In Py war ich netto nur ein paar Wochen/Monate mit der Ex, darum möchte ich mich nicht aus dem Fenster lehnen und ja, das Thema auswandern oder zumindest in Südeuropa eine Mitte zu finden war v.a. „dank“ Pandemie nicht möglich. Habe ich oft genug angesprochen. Wie gesagt, ich möchte keinem ans Bein pinkeln und die Einheimischen finde ich klasse. Bitte bedenke wir, zumindest du, sind nur Gast im Land.

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