Präsidentschaftskandidat Efraín Alegre und die Allianz im Visier der Mitstreiter

Asunción: Seit Tagen nehmen die Beschuldigungen unter den Präsidentschaftskandidaten zu. Ob Links, Rechts oder Mitte, alle mischen mit. Die Colorado Partei, die sich nach der Unace Summierung zur Allianz bedroht fühlt, erweiterte um 2,5 Millionen US-Dollar ihren Werbeetat und erklärte erstmals in Santaní, „dass alle Mitglieder der Partei arbeiten müssen wenn sie nicht verlieren wollen“.

Efraín Alegre der im Gegensatz zum Kandidaten Mario Ferreiro seine Wahlkampfreisen im Flugzeug unternimmt steht im Kreuzfeuer von Finanzierungsvorwürfen, weil das zweistaatliche Wasserkraftwerk Yacyretá 12 von rund 80 Reisen bezahlt haben soll. Eine staatsanwaltliche Untersuchung wurde auf Wunsch der Colorado Partei eingeleitet, basierend auf Dokumente die die ANR nahestehende Tageszeitung Abc Color verbreitete.

Mario Ferreiro wiederum, der Cartes als Faschist betitelt weil er ohne Gewerkschaften Arbeitsplätze schaffen will und das Marschieren wieder eingeführt werden soll, erfreut sich an den Wortgefechten zwischen den beiden traditionalen Parteien und hofft dadurch eine Vielzahl von Wählern zu bekommen. Derzeit laufen erneute Verhandlungen der PLRA mit der Partei Geliebtes Vaterland um auch hier das die Stimmenempfehlung für Efraín Alegre zu bekommen. In 12 Tagen wird gewählt.

(Wochenblatt)

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1 Kommentar zu “Präsidentschaftskandidat Efraín Alegre und die Allianz im Visier der Mitstreiter

  1. Grossen Grund zur Freude braucht Mario Ferreiro nicht zu haben, da er auch einige Leichen im Keller hat.

    Sein Bruder Adolofo Ferreiro, Rechtsanwalt, der jetzt auch fürs Parlament kandidiert, war einer der Hauptverantwortlichen für die Schuld von Petropar (um die US$ 400 Millionen) an Venezuelas Erdölgesellschaft.

    Wieso konnte solch eine Riesenschuld zusammen kommen, fragt sich jeder Normaldenkende, wo wir beim Tanken doch sofort löhnen müssen.

    Die Sache war so. Venezuela hat Paraguay Treibstoff auf Pump verkauft mit nur 3% Zinsen, soweit so gut. Es wurden vertraglich genaue Zahlungstermine fest gelegt. In den Verträgen stand aber auch, wenn diese Zahlungsziele nicht eingehalten werden, dann erhöht sich der Zinssatz automatisch auf 18%.

    Die damalige Regierung unter Lugo hat bewusst die Zahlungsziele nicht eingehalten und somit wurden 18% Zinsen fällig und die Schulden stiegen, stiegen und steigen weiter.

    Warum man das so gemacht hat? Es gibt immer eine Schicht von Leuten die bei solchen Deals fette Provisionen kassieren. Das Motto vieler (nicht aller) paraguayischen Politiker ist, schädige den Staat wo du nur kannst.