Asunción: Die Nationale Elektrizitätsverwaltung (ANDE) hat in der vergangenen Woche ein neues Tarifsystem eingeführt, das die Stromkosten in Spitzenlastzeiten (teurer) und Schwachlastzeiten (billiger) unterteilt. Mit dieser Änderung soll ein effizienterer Verbrauch gefördert werden. Ebenso soll die Nachfrage während der Spitzenlastzeiten gemindert werden.
Der Preisunterschied im Vergleich zum vorherigen System gibt jedoch Anlass zur Besorgnis bei den Privatkunden, da die Preise in der teuersten Zeitspanne um bis zu 65 % steigen.
Nach dem derzeitigen Abrechnungssystem von ANDE galt für den Haushaltstarif 24 Stunden am Tag ein einziger Preis, der sich nur nach dem monatlichen Gesamtverbrauch richtete. Wer beispielsweise mehr als 1.000 kWh verbrauchte, zahlte 435,51 Gs/kWh. Mit dem neuen System und „Smart Consumption“ steigen die Tarife während der Spitzenlastzeiten (12:00 bis 16:00 Uhr und 18:00 bis 22:00 Uhr, Montag bis Samstag) jedoch deutlich an.
Wie stark steigen die Tarife während der Spitzenlastzeiten?
Beim Stundentarif steigt der Tarif von 0 bis 500 kWh von 403,82 Gs/kWh (bisher gültiger Preis) auf 669,17 Gs/kWh, also um 65,7 %.
Ebenso steigt der Tarif für Nutzer mit einem Verbrauch von 501 bis 1.000 kWh pro Monat von 420,27 Gs/kWh (bisheriger Preis) auf 696,42 Gs/kWh, also ebenfalls um 65,7% teurer.
Die gleiche prozentuale Erhöhung erhalten diejenigen, die mehr als 1.000 kWh pro Monat verbrauchen, denn der Tarif steigt von 435,51 Gs/kWh (bisheriger Preis) auf 721,68 Gs/kWh, also um 65,7% mehr.
Müssen wir die Klimaanlage dann abschalten, wenn wir sie am meisten brauchen?
Dieses System des „intelligenten Verbrauchs“ ist freiwillig. Wenn Sie wechseln möchten, müssen Sie einen Antrag bei ANDE stellen.
Der Erfolg dieser Maßnahme wird von der Anpassungsfähigkeit der Haushalte abhängen: Wird es möglich sein, Einsparungen zu erzielen, oder wird es am Ende eine zusätzliche Belastung sein?
Obwohl die Maßnahme darauf abzielt, die Stromnachfrage zu senken und Energieeinsparungen zu fördern, stellen sich viele Fragen:
Wie stark sinkt der Tarif in den verkehrsschwachen Zeiten?
In den Schwachlastzeiten (von Montag bis Samstag, von 00:00 bis 12:00 Uhr, von 16:00 bis 18:00 Uhr und von 22:00 bis 00:00 Uhr, einschließlich sonntags ganztägig) werden die Tarife niedriger sein als die bisherigen:
Für diejenigen, die zwischen 0 und 500 kWh pro Monat verbrauchen, sinkt der Preis von 403,82 Gs/kWh (bisheriger Preis) auf 263,88 Gs/kWh, d.h. 34,7% weniger.
Bei einem Stromverbrauch von 501 bis 1.000 kWhsinkt er von 420,27 Gs/kWh (bisheriger Preis) auf 274,62 Gs/kWh, also um 34,6%.
Für Verbraucher, die mehr als 1.000 kWh pro Monat verbrauchen, sinkt der Preis von 435,51 Gs/kWh (bisheriger Preis) auf 284,58 Gs/kWh, also um 34,6 %.
Wie wirkt sich das auf die Rechnungen aus?
Der Schlüssel zu den Einsparungen durch dieses System liegt in der Verlagerung des Verbrauchs bestimmter Geräte in die Schwachlastzeiten. So ist es z. B. wichtig, die Nutzung von Klimaanlagen, Bügeleisen, Öfen und dekorativen Lampen während der Spitzenzeiten einzuschränken, um einen Anstieg der Rechnungen zu vermeiden.
Diese Umstellung kann jedoch in den Sommermonaten schwierig sein, wenn sich der Stromverbrauch auf die heißesten und verkehrsreichsten Stunden konzentriert.
Das staatliche Unternehmen empfiehlt, die Verbrauchsgewohnheiten anzupassen und Geräte mit hohem Verbrauch, wie Waschmaschinen und Bügeleisen, zu Zeiten außerhalb der Stoßzeiten zu benutzen. Darüber hinaus ist es wichtig, den Energieverbrauch zu überwachen , um von niedrigeren Tarifen zu profitieren und zusätzliche Kosten zu Spitzenzeiten zu vermeiden.
Dieses neue zeitlich gestaffelte Tarifsystem ist fakultativ und erfordert, dass der Nutzer einen Antrag an ANDE stellt, um die notwendigen Änderungen entsprechend dem neuen System vorzunehmen.
Obwohl das neue System darauf abzielt, die Effizienz des Elektrizitätssystems zu verbessern, wird sein Erfolg von der Fähigkeit und Bereitschaft der Verbraucher abhängen, sich an diese Änderungen anzupassen. Wird dies ein Schritt in Richtung Energieeinsparung oder eine zusätzliche Belastung für die Haushalte sein?
Wochenblatt / Abc Color












step by step
da hat sich ande ja wieder mal was ganz tolles einfallen lassen um ihre kunden noch mehr abzuzocken. wenn das so weitergeht muss man sich doch noch überlegen autark von ande zu werden mit einer pv anlage