Die Kehrseite der Makroökonomie: Wenn das Gehalt nur noch für Essen reicht

Asunción: Rodrigo Ibarrola, Ökonom und Forscher am Zentrum für Analyse und Verbreitung der paraguayischen Wirtschaft (CADEP), gab zu bedenken, dass der erreichte Investment-Grade zwar eine positive Nachricht sei, es jedoch noch viele ungelöste Baustellen gebe. Er wies darauf hin, dass die Kaufkraft seit praktisch zehn Jahren stagniert.

Darüber hinaus bekräftigte er, dass das makroökonomische Wachstum des Landes zwar real sei, dieses jedoch nicht bei der Mehrheit der Bevölkerung ankomme. Wenn die Hälfte des Gehalts für den Kauf von Lebensmitteln aufgewendet werden müsse, bleibe nur wenig Spielraum für andere Ausgaben; daher treffe die Lebenshaltungskosten die Menschen mit voller Härte.

Er stellte klar, dass es sich hierbei nicht um willkürliche Zahlen handle, sondern um Daten, die auf dem Konsum der privaten Haushalte basieren. „Wir sehen Preissteigerungen, wir sehen Wirtschaftswachstum und wir sehen, dass sich die Preise für Lebensmittel, insbesondere für Fleisch, in diesem Zeitraum verdoppelt haben. Dennoch ist die Kaufkraft eines Durchschnittsarbeitnehmers konstant geblieben“, erklärte er.

Abschließend äußerte sich der Ökonom zum Investment-Grade und den notwendigen politischen Maßnahmen, um diesen zu nutzen. Er betonte, dass Paraguay unter anderem darauf abzielen müsse, seine industrielle Basis zu erweitern, und dass die Regierung diese Notwendigkeit erkenne.

Wochenblatt / Megacadena / Beitragsbild Archiv

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