“Gleich und Gleich gesellt sich gern“: Taiwans spitzer Kommentar zur Achse Peking-Caracas

Asunción: Die Botschaft der taiwanesischen Regierung in Paraguay veröffentlichte am vergangenen Samstag eine vielsagende Nachricht auf der Plattform X, die im diplomatischen Umfeld für Aufsehen sorgte.

“Cada oveja con su pareja“ (wörtlich: Jedes Schaf zu seinem Partner; im Deutschen: “Gleich und Gleich gesellt sich gern“), schrieb die taiwanesische Vertretung. Dies war eine offensichtliche politische Anspielung auf eine Nachricht über die Ankunft chinesischer Beamter in Venezuela, die sich nur wenige Stunden vor der Festnahme von Nicolás Maduro mit ihm treffen wollten.

Der Post wurde als direkter Verweis auf die enge politische und strategische Nähe zwischen dem venezolanischen Regime und der chinesischen Regierung interpretiert. Dies geschah im Kontext der Festnahme Maduros und seiner Frau Cilia Flores, die laut US-Behörden in den frühen Morgenstunden auf venezolanischem Territorium erfolgte.

Die Festnahme fand im Rahmen einer Operation statt, die zur formellen Anklage des venezolanischen Machthabers vor der US-Justiz führte. Die US-Generalstaatsanwältin Pamela Bondi bestätigte in einer offiziellen Erklärung, dass Maduro und Flores vor dem Gericht des südlichen Distrikts von New York angeklagt wurden.

„Nicolás Maduro wird der Verschwörung zum Drogenterrorismus, der Verschwörung zum Import von Kokain sowie des Besitzes von Maschinengewehren und zerstörerischen Vorrichtungen gegen die Vereinigten Staaten beschuldigt“, erklärte Bondi öffentlich.

Die Stellungnahme der taiwanesischen Botschaft erfolgt in einer international hochsensiblen Lage, geprägt durch die historische Unterstützung Chinas für das Maduro-Regime und die feste diplomatische Allianz zwischen Paraguay und Taiwan. Die ironische Redewendung verstärkt die taiwanesische Haltung gegenüber den Verbindungen zwischen Caracas und Peking in einem Moment, in dem die venezolanische Führung einen ihrer schwersten Schläge erleidet.

Wochenblatt / adn digital

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3 Kommentare zu ““Gleich und Gleich gesellt sich gern“: Taiwans spitzer Kommentar zur Achse Peking-Caracas

  1. Sehr enttäuschend, was Peter Hahne von sich gibt im Kontrafunk. Er begrüsst den Angriff der USA in Venezuela, das Öl sei jetzt in „demokratischen Händen“ und zitiert Steinhöfel, dass der Einmarsch rechtens ist, weil die Regierung ja nicht legitim gewählt wurde.
    Und das von einem Journalisten mit jahrzehntelanger Erfahrung – eine seichte, völlig undifferenzierte Argumentation.
    Nach dieser Aktion müsste die USA in halb Asien und Afrika und auch Belarus einmarschieren, da Diktaturen da fest implementiert sind – also auch nicht legitime Regierungen. Nun, hat die USA ja schon teilweise gemacht: Libyen, Syrien oder Irak.
    Was haben die Länder wohl gemeinsam und Länder wie Eritrea, Turkmenistan, Tadschikistan oder Kongo (wo auch schon seit über 25 Jahren der gleiche Präsident bzw. dessen Nachfahre brutal regiert) werden nicht vom großen Retter befreit?
    Mir unverständlich, wie erfahrene Journalisten das nicht erkennen (wollen). Passt dann wohl nicht ins Weltbild.

    Und warum fragt man sich nicht, warum die USA das ALLEINE machen darf? Wenn es denn unbedingt notwendig ist, soll das ein Staatenverbund machen, aber das hieße ja Öl teilen – DAS kommt natürlich in Frage bei der westlichen Weltmacht. Es ist alles so ekelhaft – die Nordstream-Sprengung ist ja auch ein ungesühnter Kriegsakt gewesen.

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  2. Der Präsident Maduro hat sich in dieser Angelegenheit standhaft und unbeugsam gezeigt und ist auf keinen „Deal“ eingegangen. Dieses Verhalten verdient höchsten Respekt.

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