Lambaré: Ein Mann, der wegen mutmaßlicher häuslicher Gewalt auf der Flucht war, erschien vor dem Gericht von Lambaré unter Vorsitz des Richters Rodrigo Duré. Nach der Anhörung blieb der Angeklagte ohne Bewachung im Warteraum, woraufhin er erneut floh. Der Richter hob die Suche nach ihm auf und verhängte eine Haftstrafe, aber als man ihn benachrichtigen wollte, war er bereits geflohen.
Es handelt sich um den 32-jährigen Isidro Sotelo Barúa, genannt Karumbe, der gestern vor dem genannten Richter in Lambaré erschien, nachdem er sich wegen einer seit dem 4. Dezember letzten Jahres bestehenden Anklage wegen mutmaßlicher häuslicher Gewalt der Justiz gestellt hatte.
Der Mann wurde für flüchtig erklärt und am 23. Dezember letzten Jahres wurde sein Haftbefehl erlassen. Am 6. Januar stellte sich Sotelo dem Gericht. Er beantragte, einen Termin für die Anhörung zur Verhängung von Vorsichtsmaßnahmen festzulegen.
Gestern erschien er zur Anhörung vor dem Richter Rodrigo Duré, wo beschlossen wurde, die Flucht zu beenden und eine 15-tägige Untersuchungshaft in der 15. Polizeistation von Asunción zu verhängen, um anschließend in das Gefängnis von Tacumbú überführt zu werden.
Nach Abschluss des Verfahrens blieb der Mann laut der klagenden Anwältin Luz Delvalle ohne Bewachung im Warteraum des Gerichts zurück, ohne in die Haftanstalt gebracht zu werden, aus der er erneut floh. Als man ihm die Entscheidung über die Haft mitteilen wollte, war der Mann bereits verschwunden.
Heute Morgen beantragte Delvalle beim Richter, erneut die Flucht des Angeklagten festzustellen und eine Missachtung der gerichtlichen Anordnung zu erklären. Bislang gab es keine neue Entscheidung des Gerichts über die Flucht des Angeklagten.
In diesem Fall hatte der Angeklagte eine vierjährige Liebesbeziehung mit einer Frau, die vor drei Monaten endete.
Der Anzeige zufolge hatte Sotelo seine Ex-Partnerin wiederholt verbal misshandelt, gedemütigt, herabwürdigende Äußerungen gemacht und sogar körperliche Gewalt angewendet.
Aufgrund dessen musste die Frau laut der Anklage von Staatsanwalt Eugenio Ocampos medizinisch behandelt werden.
Wochenblatt / Última Hora















