Caaguazú: Der Leiter des Standesamtes von Coronel Oviedo gab bekannt, dass im Jahr 2025 ein starker Anstieg bei den Sterbeurkunden verzeichnet wurde. Die Zahlen liegen beunruhigend nah an den kritischsten Jahren der Pandemie.
340 Sterbefälle wurden registriert – ein Wert, der weit über dem von 2024 liegt und nur 60 Fälle unter den Spitzenwerten von 2020 und 2021 bleibt. Obwohl keine sanitäre Notlage wie während der Pandemie vorliegt, räumte der Beamte ein, dass im vergangenen Jahr “wesentlich mehr Menschen gestorben sind“, was sich direkt in der Arbeitsbelastung der Behörde widerspiegelte.
Ein sprunghafter Anstieg
Jorge Amílcar Duré (li. im Beitragsbild), der Leiter des örtlichen Standesamtes, legte die Jahresbilanz für das Büro (neben der Gouverneursverwaltung von Caaguazú) vor. „Im Jahr 2025 haben wir 340 Sterbeurkunden ausgestellt. Stellen Sie sich vor: Das sind nur 60 Fälle weniger als in den Jahren 2020 und 2021, als wir während der Pandemie 400 Registrierungen hatten“, berichtete er.
Der Kontrast zum Vorjahr ist deutlich: 2024 wurden etwa 100 Sterbefälle weniger beurkundet. Dieser abrupte Anstieg im Jahr 2025 gilt als statistisch auffällig für die Region.
Geburten, Ehen und Digitalisierung
Neben den Sterbefällen wurden im selben Zeitraum im Büro Nr. 251 folgende Vorgänge bearbeitet:
-686 Geburtenregistrierungen
-228 Eheschließungen (einschließlich Massenhochzeiten im Coliseo Departamental).
Duré erinnerte daran, dass in Coronel Oviedo insgesamt drei Standesämter tätig sind (Nr. 251, Nr. 287 im Mutter-Kind-Krankenhaus und Nr. 291 auf dem SNPP-Gelände). Während in seinem Büro noch mit Büchern gearbeitet wird, ist das Büro im Krankenhaus (Nr. 287) bereits vollständig digitalisiert. Dort werden Daten direkt in das “Einheitliche Personenregister“ eingetragen, was die Dokumentenausgabe erheblich beschleunigt.
Kosten und Erreichbarkeit
Die Erstausstellung von Urkunden ist in Paraguay kostenlos. Jede weitere Kopie (Geburt, Tod oder Ehe) kostet einheitlich 25.000 Guaranies. Duré betonte zudem seine persönliche Erreichbarkeit bei Todesfällen an Wochenenden, da das Gesetz eine Meldung innerhalb von 24 Stunden vorschreibt. „Ich bin seit 16 Jahren im Dienst und habe meine Nummer für Notfälle immer zur Verfügung gestellt“, so der Beamte abschließend.
Wochenblatt / Oviedo Press















