Asunción: Das paraguayische Standesamt gab bekannt, dass es im Land Bürger gibt, die auf Namen wie Donald Trump und John Lennon eingetragen sind. In diesem Zusammenhang erklärten die Behörden auch, welche Art von Namen künftig nicht mehr erlaubt sein werden.
Maximiliano Ayala, Direktor des Standesamtes, erklärte, dass viele Eltern ihre Kinder nach Prominenten benennen, oft beeinflusst durch aktuelle Trends. Während dies grundsätzlich erlaubt ist, gibt es klare Grenzen: „Im Jahr 2017 wurde eine Person als Donald Trump registriert. Modetrends beeinflussen Eltern oft, aber lächerliche Namen, welche die Würde der Kinder verletzen, werden nicht mehr zugelassen“, so der Direktor.
Im Fall von John Lennon stammt die Eintragung aus dem Jahr 1990, als die Beatles noch immer sehr präsent waren.
Obwohl in Paraguay bereits seit 1987 ein Gesetz existiert, das Standesbeamte daran hindert, “lächerliche Namen“ einzutragen, wurde dieses Gesetz oft ignoriert. Die Behörden kündigten nun an, diesen Artikel künftig strengstens anzuwenden.
Der Artikel 56 des Gesetzes Nr. 266/87 besagt wörtlich: „Der Beamte des Standesamtes darf keine lächerlichen Namen eintragen, oder solche, die über das Geschlecht in die Irre führen können, sowie nicht mehr als drei Vornamen.“
Unter den im letzten Jahr registrierten (oder im Register vermerkten) Namen finden sich Kuriositäten wie: Gloria Sádica (Sadistische Gloria), Pilincho, Locura (Wahnsinn), Lluvia de oro (Goldregen), Sandalia (Sandale), Ambere (Eidechse), Dámela (Gib sie mir), Pollo (Hühnchen), Pajarito (Vögelchen), Aguinalda (Weihnachtsgeld), Pilsen (Biermarke), Comando, Farmacio, Messi, Ronaldinho und sogar Gohan (Anime-Figur).
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