Asunción: Öffentliche Verkehrsunternehmen meldeten, dass in der Nacht zum vergangenen Donnerstag insgesamt 35 Busse von Vandalismus betroffen waren. Unter den beschädigten Fahrzeugen befinden sich zwei neue Elektrobusse, die kürzlich von Taiwan gespendet wurden.
Rolando González, Direktor für Nahverkehr des Vizeministeriums für Verkehr (VMT), berichtete, dass 20:30 Uhr am Donnerstagabend Anrufe von mehreren öffentlichen Verkehrsunternehmen eingegangen seien, die Angriffe auf ihre Fahrzeuge meldeten, die bereits am Nachmittag begonnen hatten.
Er präzisierte, dass mehr als 30 Fahrzeuge von acht Unternehmen betroffen waren. Den Berichten zufolge ereigneten sich die Angriffe auf der Avenida Eusebio Ayala – auf Höhe von Kilometer 5, in der Nähe des Einkaufszentrums Multiplaza und des Marktes Mercado 4 – sowie auf den Avenidas República Argentina, Madame Lynch und San Martín. In einem Fall ereignete sich der Vorfall gegen 20:00 Uhr und betraf einen Elektrobus.
Betroffene Unternehmen und Schäden an den Fahrzeugen
Die Unternehmen, die bisher die Angriffe gemeldet haben, sind Potî, Ñandutí, Bene, Magno, San Isidro, TTA, Aldana und Lince.
Das Unternehmen Potî, das Elektrobusse betreibt, meldete, dass zwei seiner Fahrzeuge Angriffe auf die Frontscheiben erlitten hätten. In diesen Fällen wurde die direkte Sicht des Fahrers beeinträchtigt, sodass die Fahrzeuge bis zu ihrer Reparatur nicht mehr einsatzfähig sind.
Den Opfern zufolge wurden die Angriffe mit Gummigeschossen, Metallkugeln und Steinen durchgeführt. Die Busse sind mit Überwachungskameras ausgestattet, allerdings ist bislang nicht bekannt, ob die Vorfälle aufgezeichnet wurden.
Eines der Geschosse, mit denen gestern vermutlich Busse des öffentlichen Nahverkehrs im Großraum Santiago angegriffen wurden.
Verdacht auf ein schwarzes Fahrzeug
Auf die Frage nach den Tätern erklärte der Direktor des VMT, es handele sich um „Gruppen von Personen”. „Wir haben noch niemanden, den wir beschuldigen können, aber wir wissen, dass sich ein schwarzes Fahrzeug in der Nähe mehrerer Fahrzeuge befand und dass von diesem Fahrzeug aus geschossen wurde”, fügte er gegenüber einem Radiosender hinzu.
Die betroffenen Fahrer gaben an, dass ein schwarzes Fahrzeug in der Nähe der angegriffenen Busse fuhr und vermutlich von dort aus geschossen wurde. Der Beamte erklärte, dass diese Informationen bereits der Nationalpolizei zur entsprechenden Untersuchung übermittelt wurden.
Ein Verletzter und Sicherheitsmaßnahmen
Einer der Fahrer erlitt eine Schnittwunde am Kinn, nachdem er von Splittern der Windschutzscheibe getroffen wurde, die durch den Einschlag eines der Projektile entstanden waren.
Als Sicherheitsmaßnahme begleiteten motorisierte Polizeigruppen gestern Abend die „Búho”-Busse, die nachts verkehren, um die Sicherheit der Fahrer und Fahrgäste zu gewährleisten.
Sabotage nicht ausgeschlossen
González wies darauf hin, dass nicht ausgeschlossen werden könne, dass die Angriffe von anderen Gewerkschaften des öffentlichen Nahverkehrs verübt wurden, die nicht im Großraum Santiago tätig sind. „Das sind einige der Hypothesen, die wir aufstellen, aber wir haben noch nichts Konkretes”, erklärte er.
Er fügte hinzu, dass alle angegriffenen Fahrzeuge gemeinsam haben, dass sie dem Vizeministerium für Verkehr unterstehen.
So sah die Frontscheibe eines Busses des öffentlichen Nahverkehrs aus, der gestern angegriffen wurde.
Die beschädigten Fahrzeuge wurden bis zur Durchführung der entsprechenden Reparaturen aus dem Verkehr gezogen, während die betroffenen Unternehmen dem VMT bereits die Bilder und Aufzeichnungen aus dem Inneren der Busse übermittelt haben.
Wochenblatt / Abc Color















