Gute Nachrichten für die Landwirte: Schwacher US-Dollar könnte Soja-Preise 2026 beflügeln

Asunción: Der aktuelle Ausblicksbericht des Maklerunternehmens Puente skizziert ein komplexes Panorama für Rohstoffe. Die Entwicklung wird maßgeblich durch das globale Angebot, die US-Geldpolitik und geopolitische Spannungen beeinflusst.

Für das Jahr 2026 prognostiziert der Bericht einen Abwärtstrend beim Rohöl. Es wird geschätzt, dass die Sorte Brent im Durchschnitt bei 61 USD pro Barrel liegen wird – ein deutlicher Rückgang im Vergleich zu 2025. Hauptgrund hierfür ist das weltweite Überangebot, das voraussichtlich das gesamte Jahr über anhalten wird.

Ein Schlüsselfaktor ist die Entscheidung der OPEP+, die freiwilligen Produktionskürzungen im ersten Quartal 2026 vorerst auszusetzen. Zudem wird erwartet, dass die US-Förderung mit rund 13,6 Millionen Barrel pro Tag auf einem Rekordniveau bleibt. Trotz geopolitischer Risiken im Iran (nahe der Straße von Hormus, durch die 20 % des weltweiten Öls fließen) und in Venezuela, bleibt der Preisdruck aufgrund der hohen Fördermengen nach unten gerichtet.

Schwacher US-Dollar stützt Rohstoffe wie Soja

Im Gegensatz zum Öl wird für Edelmetalle weiterhin Stabilität erwartet. Ein entscheidender Faktor für den Agrarsektor, insbesondere für Soja, ist die Prognose für den US-Dollar. Puente geht davon aus, dass der Dollar gegenüber anderen entwickelten Währungen an Wert verlieren wird (prognostiziert wird ein Kurs von 1,20 USD pro Euro).

Ein schwächerer Dollar wirkt traditionell als Stütze für Rohstoffpreise, da diese weltweit in Dollar gehandelt werden. Für Paraguay bedeutet dies eine potenzielle Verbesserung der Exporterlöse für Soja, da ein günstigerer Dollar die Notierungen stabilisiert oder steigen lässt.

Wochenblatt / Ultima Hora / Beitragsbild Archiv

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