Asunción: In Paraguay verfügen lediglich 30 bis 35 % der Bevölkerung über eine Form der sozialen Absicherung. Damit liegt das Land weit unter dem lateinamerikanischen Durchschnitt von 61 %.
Vanessa Cubas, Expertin für soziale Sicherheit, erklärte, dass dieses Recht nicht nur formelle Arbeitnehmer schützen sollte, sondern alle Menschen vor Risiken wie Krankheit, Invalidität, Alter, Mutterschaft oder Arbeitslosigkeit.
Sie betonte, dass die unzureichende Abdeckung eine strukturelle Herausforderung darstellt. Es sei notwendig, die beitragsabhängigen Systeme – insbesondere das der Sozialversicherungsanstalt IPS – zu erweitern und die beitragsfreien Säulen, wie das Programm der Universalrente für Senioren, zu stärken. Cubas unterstrich, dass die Gewährleistung der sozialen Sicherheit nicht allein von Regierungen abhänge, sondern von der gesamten Gesellschaft, da die Mittel aus Beiträgen und Steuern stammen.
„Wenn wir nicht verstehen, dass sozialer Schutz ein grundlegendes Menschenrecht ist, verlieren wir alle als Gesellschaft“, so Cubas in einem Interview mit dem Sender 680 AM.
Die Expertin warnte, dass die Ausweitung der Deckung, die Verbesserung der Leistungen und die Sicherstellung der finanziellen Stabilität des Systems wesentliche Schritte seien, damit mehr Paraguayer ein würdevolles Leben führen können. Zudem hob sie die Notwendigkeit einer Kultur der Solidarität und der sozialen Vorsorge hervor, um künftige Herausforderungen zu meistern.
Wochenblatt / El Nacional / Beitragsbild Archiv















