Eine offene Rechnung

Capiatá: Anhand der Aufnahmen der Überwachungskameras konnte der Tathergang rekonstruiert werden: Die Mörder kamen zu Fuß zum Haus und handelten aufgrund vorheriger Informationen. Die Ermittler untersuchen einen gewalttätigen Vorfall aus dem Jahr 2022 als mögliches Motiv für den Mord.

Mithilfe der Überwachungskameras in der Umgebung konnten die Ermittler den Weg der Täter bis zu dem Landhaus rekonstruieren, in dem der pakistanische Staatsbürger ermordet wurde.

Auf den Bildern ist zu sehen, dass die beiden Verdächtigen ihr Motorrad etwa 150 Meter vom Tatort entfernt abstellten und zu Fuß zum Haus weitergingen. Der Analyse zufolge betraten sie das Haus durch die Haupttür, da keine Anzeichen von Gewalt oder Einbruch an den Schlössern festgestellt wurden.

Polizeikommissar Héctor Espínola wies darauf hin, dass die Täter mit genauen Informationen handelten. Nach Aussage der Ehefrau des japanischen Unternehmers forderten die Angreifer das Geld aus einem Safe. Allerdings befand sich dort keine nennenswerte Summe, da das Haus nur an den Wochenenden genutzt wurde.

Eine der Hypothesen, die in den letzten Stunden an Bedeutung gewonnen hat, deutet auf eine mögliche Racheaktion im Zusammenhang mit einem Raubversuch im Jahr 2022 hin. Damals versuchten drei Kriminelle, den Parkplatz zu überfallen, auf dem das Opfer arbeitete, doch der Überfall wurde durch die Anwesenheit der Polizei vereitelt. Infolgedessen wurde einer der Angreifer angeschossen und erlitt eine dauerhafte Verletzung, die ihn am Gehen hindert, während die beiden anderen festgenommen wurden.

Polizeiquellen zufolge sollen diese Personen bereits wieder auf freiem Fuß sein und möglicherweise noch eine Rechnung mit dem nun Verstorbenen offen gehabt haben. Außerdem wurde bekannt, dass einer der Beteiligten ein Soldat war, der als Leibwächter des Präsidenten tätig war.

Schließlich wurde berichtet, dass die Leiche des pakistanischen Buchhalters nach Peru überführt wird, wo seine Familie lebt.

Wochenblatt / El Nacional

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