Rekordzahlen im Januar: Deutsche und Brasilianer führen die Einwanderungswelle an

Asunción: Die Positionierung des Landes als strategischer Punkt für ausländische Investitionen ist das Ergebnis einer Kombination verschiedener Faktoren: Makroökonomische Stabilität, ein wettbewerbsfähiges Anreizsystem und eine auf nachhaltige Entwicklung ausgerichtete Vision.

Paraguay erlebt derzeit ein historisches Wachstum bei der Ankunft von Ausländern, die sich im Land niederlassen wollen. Allein im Januar dieses Jahres erreichte die Zahl fast 3.000 Anträge.

Die Generaldirektion für Migration schloss das Jahr 2025 mit 47.687 Aufenthaltsanträgen ab – ein Anstieg von 63 % gegenüber dem Vorjahr. Davon wurden über 40.000 Aufenthaltsgenehmigungen erteilt, was einem Zuwachs von 42 % im Vergleich zu 2024 entspricht.

Leila Olavarrieta, Generaldirektorin für Ausländerfragen der Migrationsbehörde, bestätigte in einem Interview mit dem Kanal GEN, dass das Tempo zu Beginn dieses Jahres hoch bleibt: „Allein in den ersten 20 Tagen haben wir bereits 2.817 Anträge erhalten, 79 % mehr als im Vorjahreszeitraum. Das ist eine beachtliche Zahl.“

Was zieht die Ausländer an?

Laut Olavarrieta erklären mehrere Faktoren dieses Phänomen, darunter das paraguayische Steuersystem, das als attraktiv für Investitionen gilt, sowie das Programm “Migramóvil“, das die Behördengänge in verschiedene Städte des Landes bringt. „Viele Ausländer kommen, um zu investieren, ihr Erspartes mitzubringen und das soziale Umfeld zu genießen, das Paraguay auszeichnet – ein freundliches und empfängliches Land“, erklärte sie.

Die Nationalitäten mit den meisten Anträgen sind Brasilien, Argentinien und Deutschland, gefolgt von Bolivien, Spanien, Venezuela, den Niederlanden, den USA, Russland und Frankreich. Während bei den Brasilianern Studenten in den Grenzregionen überwiegen, zieht es immer mehr Argentinier in den Immobiliensektor.

Besonders auffällig ist der starke Zuwachs bei Europäern, speziell Deutschen. „Viele suchen Ruhe und lassen sich in Itapúa oder Guairá nieder. Meist handelt es sich um Rentner oder Pensionäre“, so die Direktorin. Andere Nationalitäten konzentrieren sich vermehrt auf das Agrobusiness und produktive Unternehmungen.

Vereinfachte Prozesse

Seit 2022 wurden die Abläufe vereinfacht. Einwanderer beantragen zunächst eine temporäre Aufenthaltsgenehmigung für zwei Jahre, mit der sie auch die paraguayische ID-Karte (Cédula) erhalten können. Danach kann die dauerhafte Genehmigung beantragt werden. Die Bearbeitung dauert etwa 90 Tage. Während dieser Zeit erhalten die Antragsteller eine vorläufige Bescheinigung, die den Aufenthalt und die Ein- und Ausreise ermöglicht. Anträge können abgelehnt werden, wenn Vorstrafen von mehr als zwei Jahren vorliegen oder gefälschte Dokumente eingereicht werden.

Wochenblatt / Hoy / X / Beitragsbild Archiv

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