Asunción: Die paraguayische Hauptstadt nähert sich ihrem 500. Gründungsjubiläum und setzt dabei verstärkt auf die Verbindung von Gastronomie und Geschichte. Im Herzen des historischen Zentrums (CHA) steht die Rückbesinnung auf traditionelle Aromen im Fokus der Stadtentwicklung.
Im Rahmen der Revitalisierung der Altstadt spielt die Kulinarik eine wesentliche Rolle, um die Verbindung zum kollektiven Gedächtnis wiederherzustellen. In diesem Kontext hat sich das Restaurant Tava Asunción als einer der bedeutendsten Orte etabliert, die sich der Bewahrung und Neuinterpretation der paraguayischen Küche widmen.
Forschung und Kreativität in der Calle México
In unmittelbarer Nähe zur Plaza Uruguaya entwickelt Chefkoch Luis Paredes im Tava ein kulinarisches Konzept, das Tradition und Moderne verbindet. Die Karte bietet Gerichte mit tiefem Bezug zur paraguayischen Identität: Zartes Rindfleisch, Käsereis, Chipa Guasú sowie Sopa Paraguaya. Eine besondere Spezialität des Hauses ist das Schnitzel von der Rinderzunge.
Aromen, die Geschichten erzählen
Der Forscher René González beschreibt den Besuch im Tava als eine Erfahrung, die über das reine Essen hinausgeht. Die intensiven Aromen sollen Emotionen und Erinnerungen an das alltägliche Leben wecken. Die Küche wird hier als ein kultureller Akt verstanden, der Sensibilität fördert und den Dialog über die Geschichte der Stadt anregt.
Wochenblatt / IP Paraguay












