Internationale Medien berichten über historischen Rekord von Argentiniern in Paraguay

Asunción: Mit einem Anstieg der Residenzanträge um 64 % im Jahr 2025 festigt Paraguay seine Position als neuer Zufluchtsort für argentinische Unternehmer und Investoren. Schnelle Behördengänge und wirtschaftliches Wachstum sind die Hauptanziehungspunkte. Medien des Nachbarlandes greifen die Nachricht auf.

Historisch gesehen hatte der Migrationsstrom zwischen Argentinien und Paraguay eine klare Richtung. Jahrzehntelang überquerten tausende Paraguayer die Grenze nach Süden auf der Suche nach Möglichkeiten. Das Jahr 2025 markierte jedoch einen beispiellosen Wendepunkt. Argentinien ist das Land mit den zweitmeisten Niederlassungsanträgen in Paraguay, nur hinter Brasilien, was auch internationale Medien hervorheben. Dennoch ist nicht alles so unbürokratisch und ohne Extra zu haben, wie es in den Medien veröffentlicht wird. Korruption ist weiterhin das Hauptproblem des Landes und die Politik tut quasi nichts dagegen.

Erstaunliche Zahlen

Nach offiziellen Daten der paraguayischen Migrationsbehörde schloss das Jahr 2025 mit insgesamt 47.687 Niederlassungsanträgen ab – eine Zahl, die Direktor Jorge Kronawetter als „beispiellos“ bezeichnete. Dies entspricht einem Sprung von 64 % gegenüber dem Vorjahr.

Der Trend hält an: In den ersten 20 Tagen des Jahres 2026 wurden bereits 2.817 Anträge registriert, 79 % mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Dies deutet darauf hin, dass das Phänomen seinen Höhepunkt noch lange nicht erreicht hat.

Ranking der Niederlassungen (2025)

Brasilien: über 20.000 Anträge (aufgrund von Nähe und Bevölkerungsvolumen).

Argentinien: 4.366 Anträge (die große Überraschung des Jahres).

Deutschland: 1.652 Anträge (verbunden mit dem Agrarsektor).

Bolivien: 1.357 Anträge.

Spanien: über 1.000 Anträge.

„En Argentinien gehören wir zur Mittelschicht; mit dem gleichen Einkommen ist man hier obere Mittelschicht. Es ist eine exzellente Option“, erklärt Martín, ein argentinischer Buchhalter, der seine Immobilienmarketing-Firma nach Asunción verlegte und von Telefe Noticias interviewt wurde.

Die Landung argentinischer Marken

Nicht nur Menschen ziehen um, sondern auch Unternehmen. In den Straßen von Asunción und anderen Großstädten ist eine kommerzielle „Argentinisierung“ spürbar. Traditionelle Marken aus Buenos Aires – insbesondere Eisdielen, Modegeschäfte, Beratungsfirmen und vor allem die Kaffeehauskultur – gewinnen an Boden.

Die argentinische Konditormeisterin Silvina berichtet von ihrem Erfolg: „Vor drei Jahren haben wir in Paraguay angefangen und heute haben wir bereits zwei Läden. Das Land bietet Ausländern viele Erleichterungen, um Projekte zu starten.“

Wochenblatt / Abc Color

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