Gefährliches Mitbringsel: 15-Jähriger lebte vier Jahre lang mit einer Reißzwecke in der Lunge

Encarnación:Die Fachabteilung für Pneumologie des Hospital General de Itapúa (HGI) meldet einen außergewöhnlichen Erfolg: Einem 15-jährigen Patienten wurde eine Reißzwecke operativ entfernt, die er bereits vor vier Jahren versehentlich eingeatmet hatte.

Der Jugendliche Federico Chávez litt unter massiven Atembeschwerden. Erst spezialisierte Untersuchungen wie eine Tomografie machten das ganze Ausmaß sichtbar: Die etwa 2 cm lange Reißzwecke steckte tief im Bronchus des rechten Unterlappens fest. Dies hatte über die Jahre nicht nur zu einer schweren Lungenentzündung geführt, sondern auch dazu, dass Teile der Lunge nicht mehr belüftet wurden.

Dank einer hochkomplexen starren Bronchoskopie unter Vollnarkose konnte das Team um Dr. Perla Rolín und Dr. Derlis Dávalos den spitzen Gegenstand mit einer optischen Spezialzange sicher extrahieren. Für das Krankenhaus war dies eine Premiere, die die steigende medizinische Qualität in der Region unterstreicht. Der Patient erholt sich derzeit gut von dem Eingriff.

Dieser Fall unterstreicht eindrucksvoll die Bedeutung einer spezialisierten medizinischen Infrastruktur außerhalb der großen Ballungszentren. Dass die Reißzwecke über vier Jahre unentdeckt blieb und trotz der entstandenen Lungenschäden erfolgreich entfernt werden konnte, grenzt an ein medizinisches Wunder. Für das Gesundheitssystem der Region markiert dieser Erfolg einen Wendepunkt: Er beweist, dass hochkomplexe, interventionelle Eingriffe nun auch lokal auf höchstem Niveau durchgeführt werden können, was betroffenen Familien lange Wege und wertvolle Zeit erspart. Für den jungen Patienten beginnt nach dieser erfolgreichen Operation nun ein neues Leben – frei von der ständigen Atemnot, die ihn fast ein Drittel seiner Jugend begleitete.

Wochenblatt / Mas Encarnación

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