Asunción: Die Staatsanwälte Deny Yoon Pak und Silvio Corbeta forderten am Ende der Gerichtsverhandlung 17 Jahre Haft für den Senator der Colorado-Partei. Galeano wird beschuldigt, Teil eines kriminellen Netzwerks zu sein, das aus der Operation „A Ultranza“ hervorging.
Für die Staatsanwaltschaft ist erwiesen, dass der Politiker gegen Strafgesetze verstoßen hat, indem er 1 Million USD in bar für eine Luxusimmobilie im Aqua Village sowie Sponsorengelder für den Fußballclub Capiatá entgegennahm.
Verbindungen zum Drogenhandel
Laut Staatsanwalt Pak stammt dieses Geld aus dem Drogenhandel der kriminellen Gruppe um den Pastor Miguel Ángel Insfrán (alias „Tío Rico“) und den flüchtigen uruguayischen mutmaßlichen Drogenbaron Sebastián Marset.
Die Ermittler führen folgende Punkte an:
Geldübergabe: Galeano soll die Summe von Hugo Manuel González Ramos erhalten haben, der als Mitglied des Netzwerks gilt, das Drogen nach Belgien schmuggelte.
Logistische Hilfe: Zwischen Oktober 2020 und November 2021 stellte Galeano der Organisation angeblich sein Privatflugzeug zur Verfügung, um illegale Aktivitäten zu unterstützen.
Geldwäsche-Firma: Das Sponsoring für den Club Capiatá kam von der Firma „Total Cars“. Laut Staatsanwalt Corbeta wurde dieses Unternehmen eigens gegründet, um Gewinne aus dem Kokainhandel in den legalen Wirtschaftskreislauf einzuschleusen.
„Die Staatsanwaltschaft stellt fest, dass der Angeklagte logistische Unterstützung für Straftaten leistete. Er war Teil einer kriminellen Organisation mit zwei Hauptanführern, Galeano und Marset, sowie deren engstem Vertrauenskreis“, so Pak.
Antrag auf sofortige Verhaftung
Zusätzlich zur Haftstrafe forderte die Staatsanwaltschaft die Aufhebung der aktuellen Freilassung und die Verhängung von Untersuchungshaft. Begründet wird dies mit Justizbehinderung:
Ein wichtiger Zeuge, Ángel Enciso, konnte nicht für seine Aussage ausfindig gemacht werden.
Der Senator soll zusammen mit seinem damaligen Anwalt eine Zeugin der Staatsanwaltschaft, die Notarin Olga Peralta, bedrängt haben.
Der Prozess wird am kommenden Montag, den 23. Februar um 10:00 Uhr, mit den Schlussplädoyers der Verteidigung fortgesetzt. Die Anwälte Galeanos behaupten weiterhin, dass es keine stichhaltigen Beweise gegen den Senator gebe.
Wochenblatt / Última Hora














