Ñemby: Die Familie von Norma Thomen, einer ehemaligen Staatsanwaltschaftsmitarbeiterin und derzeitigen Beraterin der Stadtverwaltung von Ñemby, fordert eine tiefgehende Untersuchung der Todesumstände. Sie sieht zahlreiche Unstimmigkeiten am Fundort der Leiche.
Silvia Thomen, die Schwester des Opfers, äußerte öffentlich ihre Zweifel und erklärte, dass die Hypothese eines Suizids nicht mit dem Zustand vereinbar sei, in dem der Leichnam gefunden wurde. Ihren Angaben zufolge wurde Norma im Badezimmer des Hauses gefunden – ordentlich auf dem Bauch liegend, mit Sandalen an den Füßen und auf einer Steppdecke.
Eines der Elemente, das die Familie am meisten beunruhigt, ist ein elektrisches Verlängerungskabel mit abisolierten Drähten unter dem Körper, etwa auf Höhe des Bauches, das offenbar den Stromschlag verursachte. Zudem befand sich die Hand des Opfers in einer Position, die laut der Schwester so wirkte, als wäre sie sorgfältig neben dem Gerät platziert worden.
Silvia stellte die Logik der Szenerie infrage: Die Steckdose war mehrere Schritte entfernt, und es gäbe keine Erklärung für eine Steppdecke im Badezimmer. „Das ist kein Suizid; niemand setzt sich so etwas aus, indem er sich auf ein nacktes Kabel legt“, sagte sie.
Die Schwester wies zudem auf den Ex-Partner von Norma hin, der die Leiche fand und die Behörden verständigte. Sie stellte klar, dass die beiden trotz seiner Darstellung als Ehemann getrennt waren und eine konfliktbeladene Beziehung führten. Sie beschrieb die Verbindung als angespannt und gab an, dass es seit vergangenem November Drohungen gegeben habe, die jedoch nicht offiziell angezeigt wurden.
Ein weiterer Verdachtspunkt ist, dass der Mann das Haus bereits Tage vor dem Vorfall hätte verlassen sollen, dort aber weiterhin wohnte und über Schlüssel verfügte. Zudem war die Videoüberwachung des Hauses seit Juni des Vorjahres deaktiviert – ein System, zu dem laut Familie nur er Zugang hatte.
Was die letzten Stunden von Norma betrifft, gab ihre Schwester an, dass sie bis Montagmittag in Kontakt standen. Die letzte registrierte Aktivität war eine Nachricht in einer Arbeitsgruppe gegen 12:30 Uhr. Danach gab es keine Neuigkeiten mehr, bis ihr Tod bestätigt wurde.
Derzeit ist der Ex-Mann weder festgenommen noch in Gewahrsam, während die Staatsanwaltschaft und die forensischen Experten die Ermittlungen fortsetzen, um die genaue Todesursache zu bestimmen. Die Familie drängt darauf, alle Umstände und Verantwortlichkeiten zu prüfen.
Wochenblatt / El Nacional















