Asunción: Die Schüler sind am vergangenen Montag in die Klassenzimmer zurückgekehrt, doch die Lehrergewerkschaften haben bereits einen “aktiven Streik“ begonnen. Dieser besteht darin, Vorträge über ihre Ablehnung der geplanten Reform der Rentenkasse zu halten.
Stella Ayala, Generalsekretärin der Nationalen Studentenvereinigung (UNE), bestätigte, dass gestern die Unterrichtszeit für sogenannte “Fachgespräche“ über das Reformprojekt der Rentenkasse genutzt wurde, welches sie als verfassungswidrig einstufen.
„Es wurde ein Dialog geführt – keine Manipulation oder Indoktrination. Wir streiken, weil wir entschlossen sind, einen landesweiten Streik oder einen viertägigen Ausstand durchzuführen. Die Jugendlichen und Eltern sollen wissen, warum“, erklärte Ayala in einem Interview mit dem Sender 730 AM.
Laut der Gewerkschafterin nahmen auch Eltern an der Aktivität teil. Obwohl sie betonte, dass es sich um eine Debatte handelte, war niemand anwesend, der die Gegenposition (die Regierungsseite) vertrat.
„Ich bin seit 20 Jahren im Klassenzimmer, ich bin 44 Jahre alt. Wenn ich mich selbst betrachte, werde ich unter den Arbeitsbedingungen, die wir heute im Landesinneren haben, kaum geistig fit das Alter von 62 Jahren erreichen“, behauptete sie.
Gestern fand ein weiteres Treffen zwischen den Lehrkräften und dem Haushaltsausschuss des Kongresses statt. Es endete erneut ohne Einigung. Ein nächstes Treffen ist für kommenden Dienstag um 11:00 Uhr geplant – dann außerhalb der parlamentarischen Sommerpause, da der reguläre Betrieb am 3. März wieder aufgenommen wird.
Wochenblatt / Hoy















