Asunción: Das Gesundheitsministerium befindet sich bei der Grippeschutzimpfung für Kleinkinder im Alter von 6 bis 35 Monaten in “Alarmstufe Gelb“, da viele Eltern die Impfung verweigern.
Die Gesundheitsbehörden drängen darauf, die Kinder zu immunisieren, da die Zahl der Atemwegserkrankungen stark ansteigt – diese haben in diesem Jahr bereits 73 Todesopfer gefordert.
„Wir sind überrascht über die Ablehnung, die wir vonseiten der Eltern erfahren, obwohl es ein Gesetz (Nr. 4621/2012) gibt, das sie dazu verpflichtet, ihre Kinder impfen zu lassen“, erklärte César Cazal von der 18. Gesundheitsregion in einem Interview mit dem Sender C9N.
Trotz der eingeführten Maßnahmen, bei denen Brigaden von Haus zu Haus gehen oder Impfstellen in den Gesundheitseinrichtungen bereitstehen, bleibt die Impfquote verschwindend gering. „Dies ist eine Winterkampagne, die jedes Jahr stattfindet. Wir haben im April begonnen und verzeichnen bis heute eine sehr niedrige Beteiligung“, erwähnte er.
Sorge bereitet den Gesundheitsexperten diese Situation vor allem wegen des Anstiegs von Atemwegserkrankungen angesichts der sinkenden Temperaturen. „Die Hauptstadt verfügt über mehr als 20.000 Dosen zur Verabreichung, aber wir haben kaum 3.000 Dosen verimpft. Das beunruhigt uns, da genau dort die meisten Menschen mit Beschwerden in die Praxen kommen“, betonte er.
Die Phase 2 der Grippeimpfkampagne, die am 27. April startete, richtet sich an Kleinkinder im Alter von 6 bis 35 Monaten. In genau dieser Lebensphase treten laut Erklärung die meisten schweren Atemwegserkrankungen auf. „Deshalb überrascht es uns, dass wir nicht einmal die 5.000 verabreichten Dosen überschreiten, obwohl wir sogar von Haus zu Haus gehen. Und die Weigerung der Eltern macht uns fassungslos“, beharrte Cazal.
Im Gebiet von Presidente Franco (Departement Alto Paraná) musste die Kinderschutzbehörde Codeni bereits mehrere Familien offiziell verwarnen, damit sie ihre Neugeborenen und Minderjährigen impfen lassen. „In der Hauptstadt erleben wir praktisch dasselbe, und wegen der niedrigen Impfquote bei Kindern zwischen 6 und 35 Monaten befinden wir uns in Alarmstufe Gelb“, berichtete er weiter.
Als Ausreden oder Vorwände der Eltern nannte Cazal Sätze wie: „Ich bringe ihn morgen hin“, „Jetzt kann ich nicht“ oder „An einem anderen Tag“. Manche sagen auch: „Das Kind wird sonst weinen.“ Dennoch wollen die Behörden durch die mobilen Brigaden weiterhin von Haus zu Haus gehen und nicht lockerlassen.
Wochenblatt / La Nación / Beitragsbild Archiv















