Ciudad del Este: In den letzten Jahren haben sich E-Scooter zu einem der am schnellsten wachsenden alternativen Verkehrsmittel in der Dreiländereck-Region entwickelt. Sowohl in Foz do Iguaçu (Brasilien) als auch in der Hauptstadt von Alto Paraná gehören diese persönlichen Mobilitätsfahrzeuge mittlerweile zum gewohnten Bild auf Straßen, Alleen und Gehwegen, insbesondere in den Stadtzentren und Universitätsvierteln.
In Ciudad del Este hat sich die Nutzung vor allem unter brasilianischen Medizinstudenten an den privaten Universitäten popularisiert. Für viele von ihnen stellt der E-Scooter ein praktisches, kostengünstiges und schnelles Fortbewegungsmittel dar, um zu den Fakultäten zu gelangen oder Einkäufe in der Nähe zu erledigen.
Trotz der wachsenden Präsenz auf beiden Seiten des Paraná-Flusses gibt es bisher weder in Foz noch in CDE eine spezifische Regelung. Das Fehlen klarer Normen wirft Fragen auf: Wo darf gefahren werden, mit welcher Geschwindigkeit und welche Sicherheitsmaßnahmen müssen eingehalten werden?
Foz übernimmt die Vorreiterrolle
Angesichts dieser Situation hat Foz do Iguaçu die ersten Schritte zur Ordnung des Verkehrs unternommen. Die Stadtverwaltung arbeitet über das Verkehrsamt (Foztrans) an einer Gesetzgebung zur Regulierung von Fahrzeugen mit Eigenantrieb, darunter auch E-Scooter.
Die Initiative zielt darauf ab, eine rechtliche Lücke in Brasilien zu schließen. Gemäß den nationalen Vorschriften delegiert der Nationale Verkehrsrat (Contran) die Verantwortung für kleinere Fahrzeuge, die nicht in die Kategorie der Kleinkrafträder fallen, an die Kommunen.
Maxwell Lucena de Moraes, Direktor von Foztrans, gab bekannt, dass der Entwurf bereits von einem technischen Team ausgearbeitet wurde und nun der Stadtverwaltung vorliegt. Der nächste Schritt ist die Weiterleitung an den Stadtrat zur Debatte und Genehmigung.
Sicherheit und Geschwindigkeit im Fokus
Ein zentraler Punkt des Vorschlags ist die Sicherheit. Das Projekt sieht eine Helmpflicht für E-Scooter-Fahrer vor (mindestens ein Fahrradhelm-Modell). Laut Moraes soll dies Kopfverletzungen vorbeugen, die selbst bei geringen Geschwindigkeiten eine häufige Gefahr bei Stürzen darstellen.
Die Verordnung sieht zudem Regeln für Bereiche vor, die mit Fußgängern geteilt werden:
Auf Gehwegen: Die Höchstgeschwindigkeit soll auf 6 km/h begrenzt werden (entspricht dem Durchschnittstempo eines Fußgängers).
Ziel: Unfälle vermeiden und ein sicheres Miteinander gewährleisten.
Zudem wird klar zwischen E-Scootern und leistungsstärkeren Fahrzeugen unterschieden. Fahrzeuge bis 50 ccm oder 4 kW unterliegen bereits nationalen Regeln, die ein Kennzeichen und einen Motorradhelm vorschreiben.
Während Foz die Weichen stellt, breitet sich das Phänomen in Ciudad del Este weiterhin ohne spezifische Regeln aus. Die zunehmende Zahl junger Menschen auf E-Scootern entfacht dort nun die Debatte, ob auch auf der paraguayischen Seite deGrenze ähnliche Normen eingeführt werden müssen.
Wochenblatt / Ultima Hora
















ming
Bei den kleinen Rädern dieser Roller ist zu fragen, wie diese Leute mit den allgegenwärtigen Schlaglöchern, Unebenheiten und sonstigen Unpässlichkeiten der örtlichen Straßen zurecht kommen. Demnächst wird neben Motorradunfällen dann diese Kategorie dominanter werden. Setzt man dann noch einen analogen Fahrstil wie Motorräder an, dürfte der Verkehrsnotstand dann auch für die Gehsteige gelten.