Daniel Correa warnt: Teures Öl treibt Preise für Grundnahrungsmittel nach oben

Asunción: Die Konflikte im Nahen Osten versetzen die Welt in Alarmbereitschaft. Besonders kritisch sind dabei die Entwicklung der Ölpreise und der globale Lebensmittelhandel. Da die Ölversorgung alle Länder betrifft, hat sie direkte Auswirkungen auf die Kosten für Grundnahrungsmittel.

In einem Gespräch in der Sendung “Así son las cosas“ (GEN und Universo 970 AM) erklärte der Ökonom Daniel Correa, dass vor allem die Industrieländer besorgt seien. Da sie nach wie vor stark von externen Bewegungen abhängen, würde sie ein Preisanstieg entweder direkt oder indirekt hart treffen.

„Die Sorge war, dass sich die Krise weiter vertieft. Zwar scheint die Eskalation vorerst etwas abzuflachen, doch die Frage bleibt die Dauer des Konflikts. Es ist derzeit völlig unklar, ob die Spannungen tatsächlich nachlassen oder ob dieser Zustand zur neuen Konstanten wird“, so Correa.

Auswirkungen auf Paraguay

Correa betonte, dass Paraguay zu 100 % von Ölimporten abhängig ist. Diese Situation könnte einerseits rezessive Effekte (wirtschaftlicher Rückgang) und andererseits inflationäre Effekte (Preissteigerungen) auslösen.

Er erklärte weiter, dass zwar Produktionsländer wie Brasilien Strategien anwenden können, um Kraftstoffkosten zu stützen und Reserven zu halten, dies aber – genau wie bei den großen Ölmultis – nicht unbegrenzt möglich sei.

Politische Unsicherheit im Wirtschaftsministerium

In Bezug auf Spekulationen über mögliche Umbesetzungen im Kabinett des Präsidenten, insbesondere im Wirtschaftsministerium, äußerte sich Correa ebenfalls. Gerüchte kursieren vor allem im Zusammenhang mit dem Projekt zur Reform der Pensionskasse (Caja Fiscal) und dessen Behandlung im Kongress.

„Solche Gerüchte erzeugen Unsicherheit im Privatsektor. Wir befinden uns in einer Wachstumsphase, und solche Situationen können Schwierigkeiten bereiten, wenn sie nicht schnell geklärt werden. Wie ich immer sage: Ungewissheit ist der größte Feind einer wachsenden Wirtschaft“, manifestierte Correa.

Er fügte hinzu, dass personelle Wechsel die wirtschaftliche Grundausrichtung nicht verändern sollten. Dennoch brauche jeder Kurswechsel Zeit und könne international Signale über die Stabilität der paraguayischen Wirtschaftsführung aussenden.

Wochenblatt / La Nación / Beitragsbild Archiv

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