Asunción: Der zweite Spielfilm von Marcelo Martinessi feiert am Donnerstag, den 9. April, seine Premiere in Paraguay. Er kehrt mit dem prestigeträchtigen Fipresci-Preis der internationalen Filmkritik von der Berlinale 2026 zurück.
Der Film spielt im Asunción des Jahres 1959 und basiert lose auf dem gleichnamigen Roman von Guido Rodríguez Alcalá, der 2016 bei Criterio Ediciones erschien. Kürzlich fand im Hotel del Paraguay ein Treffen mit dem Filmteam – Schauspielern, Produzenten und Regisseur Marcelo Martinessi – sowie Pressevertretern und Ehrengästen statt, bei dem offiziell der Trailer präsentiert wurde.
Ein Schulterschluss für die Kultur
Generalproduzent Sebastián Peña Escobar hob die Unterstützung durch den öffentlichen und privaten Sektor hervor: „Der Abspann des Films dauert gefühlt Stunden“, scherzte er. „Das ist der Beweis: Wenn Staat und Privatwirtschaft hinter einem soliden Kulturprojekt stehen, kann Paraguay in der Champions League mitspielen,“ fügte er an.
Regisseur Martinessi betonte die Bedeutung eines Kinostarts in einem Land, “dessen Geschichte so oft fragmentiert, zum Schweigen gebracht oder einfach vergessen wurde. Das Kino wird hier zu einem lebenswichtigen Werkzeug, einem lebendigen Archiv unserer Essenz.“
Hohe Erwartungen
Die Besetzung zeigt sich optimistisch. Schauspieler Manuel Cuenca erklärte gegenüber Journalisten der Zeitung Última Hora: „Der Film hat alle Zutaten für einen Erfolg: Mysterium, Spannung und einen enormen Produktionsaufwand.“ Auch die Grande Dame des paraguayischen Theaters, Margarita Irún, ist überzeugt, dass der Film sowohl junge als auch erwachsene Zuschauer begeistern wird.
Die Handlung (Synopsis)
Paraguay, 1959: Das Land ächzt unter einem erstickenden Militärregime. Narciso kehrt aus Buenos Aires zurück und bringt die Rebellion des Rock & Roll mit nach Hause. Der verführerische und charismatische junge Mann wird schnell zur Radio-Sensation und zum Symbol der Freiheit. Während er die Jugend in seinen Bann zieht, erschüttert er die Grundfesten der tiefkonservativen Gesellschaft.
Nach seiner letzten Show wird sein Körper völlig verbrannt aufgefunden. In einer Gesellschaft, die von Schweigen beherrscht und von Angst überwacht wird, enthüllt dieser vorzeitige Tod ein Geflecht aus unterdrückten Begierden und politischer Unterdrückung, das die Zukunft eines ganzen Landes prägen wird.
Details zum Film
Genre: Drama (Spanisch & Guaraní)
Besetzung: Diro Romero, Manuel Cuenca, Nahuel Pérez Biscayart, Mona Martínez, Margarita Irún u. a.
Produktion: Sebastián Peña Escobar, Marcelo Martinessi, Belén Vierci.
Wochenblatt / Ultima Hora















