Asunción: Adipositas ist längst eine chronische, komplexe und stetig wachsende Krankheit, die weltweit hunderte Millionen Menschen betrifft. Dieses Problem hat mittlerweile das Ausmaß einer globalen Epidemie erreicht. Es belastet nicht nur die Gesundheit des Einzelnen, sondern auch die Gesundheitssysteme und das soziale Wohlergehen.
Daten des Gesundheitsministeriums zeigen, dass sieben von zehn Erwachsenen (69,3 %) ein zu hohes Körpergewicht aufweisen. Diese Statistik geht aus der zweiten nationalen Erhebung zu Risikofaktoren aus dem Jahr 2023 hervor.
Weitere Zahlen des Systems für Nahrungsmittel- und Ernährungsüberwachung (SISVAN) belegen, dass bereits jedes dritte Kind bzw. jeder dritte Jugendliche (34,6 %) von Übergewicht betroffen ist. Die Statistiken machen deutlich, dass das Problem bereits in sehr jungem Alter beginnt.
Aus diesem Grund sind kontinuierliche Maßnahmen zur Gesundheitsförderung und Prävention von Übergewicht und Adipositas in Paraguay dringend erforderlich. Übergewicht erhöht massiv das Risiko für chronische Leiden wie Typ-2-Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und bestimmte Krebsarten.
Schätzungen zufolge stehen in Paraguay jährlich rund 2.600 Todesfälle in direktem Zusammenhang mit dem Übergewicht der Bevölkerung.
Zu den Hauptfaktoren dieser “Epidemie auf der Waage“ gehören mangelnde körperliche Aktivität, unzureichender Verzehr von Obst und Gemüse sowie die ständige Verfügbarkeit und der hohe Konsum von hochverarbeiteten Produkten, die reich an Zucker, Fett und Natrium sind.
Der tägliche Verzehr von saisonalem Obst und Gemüse (mindestens fünf Portionen insgesamt) in verschiedenen Farben – vorzugsweise als ganze Frucht und im Rohzustand, um die Nährstoffe optimal zu nutzen – gehört zu den gesunden Praktiken, die helfen, dieses Problem zu bekämpfen.
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