Kathmandu: Eine Gruppe von Paraguayern hat sich in ein echtes Abenteuer am berühmten Mount Everest gestürzt. Sie trotzen der extremen Polarkälte und dem ewigen Schnee mit einem einzigen Ziel: Dem Traum von einem unvergleichlichen Abenteuer.
Unter ihnen sticht eine 60-jährige Frau besonders hervor: Hebe Trinidad. Trotz des schwachen Mobilfunksignals vor Ort sprach sie voller Begeisterung mit Journalisten über ihre fantastische Erfahrung.
Wie kam es zu der Idee für dieses Bergsteiger-Abenteuer?
-Das war schon immer in meinem Kopf, wie ein ferner Traum. Nun kann ich sagen: Ich bin hier, um mir diesen Traum zu erfüllen. Ermöglicht hat mir dieses Abenteuer meines Lebens mein Ehemann, mit dem ich seit 33 Jahren zusammen bin.
Was hat Sie am meisten beeindruckt?
-Die Landschaft, die Berge, der Schnee – all das, was wir in Paraguay nicht haben.
Gab es für diese Reise eine körperliche und mentale Vorbereitung?
-Ja, seit Oktober letzten Jahres habe ich mich in beiden Aspekten vorbereitet, sowohl physisch als auch mental.
Gab es während des Abenteuers Momente, in denen Lebensgefahr bestand?
-Bisher schwebte ich nicht in Gefahr und ich glaube auch nicht, dass es dazu kommen wird. Jeden Morgen danke ich Gott für das Erwachen; er hütet und beschützt mich. Auch vor dem Schlafengehen danke ich ihm für den Tag und schlafe in Frieden ein. Ich bete jeden Tag den Rosenkranz.
Seit wie vielen Tagen steigen Sie schon auf und was ist das genaue Ziel?
-Wir steigen seit sechs Tagen auf. Mein Ziel ist es, das Basis-Lager (Base Camp) zu erreichen.
Sind Sie allein unterwegs oder mit Familie und Freunden?
-Ich bin zusammen mit meinem Sohn Josué Fernando hier.
Was sagte Ihre Familie, als Sie ihnen von der Idee erzählten?
-Zuerst haben sie es nicht ernst genommen; sie dachten, ich sage das nur so daher. Aber als sie merkten, dass ich mich definitiv in dieses Abenteuer stürzen würde, sagten sie: „Überleg dir gut, was du da tust.“
Welche Botschaft haben Sie nach all den Erlebnissen für junge Leute, die vor Abenteuern zurückschrecken?
-Die Jugend von heute ist viel abenteuerlustiger als zu meiner Zeit. Man sollte keine Angst vor dem Abenteuer haben oder davor, das kennenzulernen, was Gott uns geschenkt hat. Die Natur ist dazu da, bewundert zu werden, und vor allem sollte man dankbar sein.
Wochenblatt / Cronica















