Asunción: Die Quote des Zahlungsverzugs (Morosität) im paraguayischen Bankensystem schloss das erste Quartal 2026 bei 2,32 % ab. Damit zeigte sie laut Daten der Zentralbank von Paraguay (BCP) ein stabiles Verhalten im Vergleich zu den letzten Monaten.
Dem Bericht zufolge verzeichnete der Indikator einen leichten Anstieg von 0,01 Prozentpunkten im Vorjahresvergleich. Er blieb damit praktisch auf einer Linie mit dem gleitenden Durchschnitt des Quartals, was eine relative Stabilität bei der Qualität des Kreditportfolios belegt.
Vergleicht man die aktuellen Zahlen zudem mit den historischen Daten seit 2016, liegt der jetzige Zahlungsverzug unter dem historischen Median von 2,93 %. Dies deutet darauf hin, dass das Niveau der Zahlungsrückstände weiterhin verhältnismäßig niedrig ist.
Der Analyse nach sei dieses Verhalten zum Teil auf Prozesse zur Portfolioumschuldung und Kredit-Neuverhandlungen zurückzuführen, die von den Finanzinstituten umgesetzt wurden.
Aufgeteilt nach Segmenten wies das Konsumkreditgeschäft mit einer Quote von 4,65 % den höchsten Zahlungsverzug auf. Es folgten das Segment der “sonstigen Wirtschaftssektoren“ mit 4,19 % (welches mit 0,7 Prozentpunkten auch den größten Anstieg im Vorjahresvergleich verzeichnete) sowie der Einzelhandel, dessen Verzugsquote laut der Analyse des Beratungsunternehmens Mentu 3,26 % erreichte.
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