Asunción: Präsident Santiago Peña traf sich mit dem Leiter der Sozialversicherungsanstalt (IPS), Isaías Fretes, inmitten der Vorwürfe, er habe über Probleme der Einrichtung gesprochen, ohne Anzeige bei der Staatsanwaltschaft zu erstatten. Zudem wurde Fretes vom Senat vorgeladen, um zur fehlenden Versorgung mit Arzneimitteln Stellung zu nehmen.
Vor dem Hintergrund des Drucks, der auf dem Leiter des Instituts für Sozialvorsorge (IPS), Isaías Ricardo Fretes, lastet – er soll nun förmliche Anzeigen einreichen –, lud Präsident Santiago Peña ihn diesen Montag zu einem Gespräch in den López-Palast ein, um über die Lage der Einrichtung zu sprechen.
Derzeit steckt die IPS in einer Krise unter anderem wegen fehlender Arzneimittel. Aus dem Präsidialamt hieß es, Peña habe sich nach der Beschleunigung von Terminen, der Neuordnung verwaltungsrechtlicher Abläufe sowie weiteren Maßnahmen zur Verbesserung der Versorgung erkundigt.
„Der Präsident der Republik, Santiago Peña, empfing Dr. Isaías Fretes, den Leiter der IPS, um über die Lage der Sozialversicherung zu sprechen. Sie erörterten Punkte wie die Arzneimittelversorgung, die schnellere Vergabe von Terminen und die Neuordnung verwaltungsrechtlicher Prozesse. Zudem legten sie Maßnahmen fest, die sich vor allem an dem obersten Ziel orientieren: eine bessere Versorgung der Versicherten zu gewährleisten. Die Regierung Paraguays steht fest zum Wohl aller“, teilte der Informationsdienst des Präsidialamts mit.
Der Hauptvorwurf gegen Fretes lautet, er habe seit seinem Amtsantritt Missstände zwar in Sozialen Medien und Medien veröffentlicht, aber keine einzige Anzeige bei der Staatsanwaltschaft erstattet. Der liberale Senator Éver Villalba erklärte: Ohne diesen grundlegenden Schritt bleibe alles nur oberflächliche Schönfärberei.
Anfrage nach Berichten
Zusammen mit dem Senator José Oviedo von der Partei Yo Creo reichte Villalba im Senat einen Antrag ein, der diesen Mittwoch behandelt werden soll: „Er bittet um Auskünfte der Staatsanwaltschaft zu Strafanzeigen, die von der neuen Leitung der IPS erstattet wurden.“
Ein weiterer Berichtsantrag, der in der Sitzung beraten wird, bezieht sich auf „Maßnahmen zur Untersuchung und Behebung der von dem Leiter Isaías Fretes gemeldeten Missstände“ in der IPS.
Zudem wurde Fretes vom Finanzausschuss des Senats vorgeladen, um zu den fehlenden Arzneimitteln, Korruptionsfällen, Scheinbeschäftigungen und unrechtmäßigen Vergaben Stellung zu nehmen. Éver Villalba forderte den Leiter der Sozialversicherung auf, von öffentlichen Ankündigungen zu konkreten Anzeigen bei der Staatsanwaltschaft überzugehen.
Vor wenigen Tagen hatte sich der Senator Basilio „Bachi“ Núñez von der Partei Partido Colorado gegen die Vorladung ausgesprochen und darum gebeten, Fretes „seine Arbeit tun zu lassen“.
Wochenblatt / Última Hora















