Gaskrieg im Chaco: Umweltministerium stoppt Blitz-Gesetz zur Ausbeutung des Riesen-Nationalparks

Asunción: Sas Umweltministerium stellt klar, dass sie die Gasförderung nicht ablehnt, sondern die Einhaltung der korrekten rechtlichen Mechanismen einfordert. Víctor González, Rechtsberater der Behörde, erklärt, dass jede Änderung des Schutzstatus vorherige technische Studien erfordert.

Ein Gesetzesentwurf des Abgeordneten José Rodríguez Maciel zielt darauf ab, die Artikel 4 und 6 des Gesetzes Nr. 5723/16 zu ändern. Diese Gesetzgebung deklarierte den Nationalpark Médanos del Chaco zu einem geschützten Erbe von 605.705 Hektar. Der parlamentarische Vorstoß sieht vor, die Suche und Gewinnung von Erdgas auf dem Gelände zu erlauben.

In einem Interview mit ABC TV äußerte sich Víctor González jedoch kritisch über die Leichtfertigkeit des Staates bei der Ausweisung von Schutzgebieten. Dennoch betonte er, dass die Umweltbehörde die geltenden Gesetze respektiere. Auf die Einwände des Journalisten bezüglich des Energiebedarfs von sieben Millionen Paraguayern entgegnete González, dass das Ministerium strikt nach dem Gesetz handle. Die technische Kontroverse betrifft insbesondere den Timane-Fluss und den Yrenda-Aquifer – beides lebenswichtige Süßwasserreservoirs im Chaco.

Der Berater wies den Vorwurf zurück, dass die Institution die Energiegewinnung blockiere, und stellte klar, dass das Ministerium die Ausbeutung natürlicher Ressourcen befürworte, sofern der Antrag den korrekten rechtlichen Weg einschlage.

Kernelement der Kritik des MADES (Umweltministerium) ist der Mangel an “technischem Fundament“ in dem Gesetzesentwurf. Nach offizieller Auffassung öffnet der aktuelle Text die gesamten 605.705 Hektar für Eingriffe, ohne spezifische Zonen oder Maßnahmen zur Schadensminderung (Mitigation) zu definieren.

Das Ministerium MADES fordert, dass eine potenzielle Gasförderung lebenswichtige Ressourcen wie den Yrenda-Aquifer und die dort heimische Fauna schützt. Für die Behörde garantiert nur die Einhaltung des ordnungsgemäßen Verfahrens das Gleichgewicht zwischen wirtschaftlichem Wohlstand und ökologischer Integrität.

Wochenblatt / Hoy / Beitragsbild Archiv

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