Asunción: Christophe Dugarry, der französische Ex-Spieler und Weltmeister von 1998, versicherte, dass Paraguay gegen die Offensivgewalt der “Les Bleus“ praktisch chancenlos sei.
Mit 13 geschossenen Toren und absolutem Totalfußball präsentiert sich Frankreich als das Team, das es zu schlagen gilt. Der Weltmeister von 1998 nahm bei seiner Analyse des anstehenden Achtelfinal-Duells gegen Paraguay und des Niveaus der Konkurrenz kein Blatt vor den Mund.
Frankreich ist die Auswahl, die bei dieser Weltmeisterschaft 2026 in Nordamerika aufgrund ihrer Offensivgewalt bislang am meisten überzeugt. “Les Bleus“ erzielten in vier Spielen insgesamt 13 Tore und kassierten lediglich zwei Gegentreffer – eine Bilanz, die sie direkt zu einem ernsthaften Titelkandidaten macht.
Nach dem souveränen Einzug in die K.o.-Runde ließen die Reaktionen nicht lange auf sich warten. Besonders deutlich wurde dabei Dugarry. Der Ex-Nationalspieler analysierte die aktuelle Form der Mannschaft von Didier Deschamps, zeigte sich absolut kategorisch und sandte eine unmissverständliche Warnung an die kommenden Gegner.
Gnadenlos gegen Paraguay: “Ein unfähiges Team“
Dugarry zeigte keinerlei Filter, als er die nächste große Herausforderung der französischen Nationalmannschaft bewertete, und schoss dabei scharf gegen die taktische Ausrichtung der Südamerikaner: „Die Paraguayer werden eine Tracht Prügel kassieren. Sie werden auflaufen und sich nur hinten reinwerfen wollen, weil sie unfähig sind – unfähig, ich wiederhole es extra zweimal, damit es auch jeder versteht –, ein eigenes Spiel aufzuziehen. Das war’s. Offensiv ist das eine Katastrophe. Das Einzige, was sie tun werden, ist verteidigen und dazwischentreten, aber das wird nicht reichen.“
Die Landkarte der Rivalen: Wer kann Frankreich stoppen?
Mit Blick auf den restlichen WM-Turnierbaum analysierte der ehemalige Stürmer die wenigen verbleibenden Bedrohungen auf dem Weg zum Titel. Dabei erwähnte er Marokko und schielte auf die technische Qualität Spaniens: „Das Problem ist: Welches Team kann dir überhaupt etwas entgegensetzen? Marokko… ich liebe Marokko, kein Problem, aber Marokko wird die Qualität aus seinem ersten Spiel halten müssen.“
Der einstige Barcelona-Profi hakt die Albirroja gedanklich bereits als machbare Pflichtaufgabe ab und spekuliert schon über die nächsten Runden: „Ja, aber das betrifft dann das Halbfinale oder das Finale. Heute braucht man angesichts einer Mannschaft, gegen die es sich kaum spielen lässt, nicht um den heißen Brei herumzureden. Es stehen noch zwei Spiele an – da ist Paraguay und später vielleicht Marokko. Wie auch immer, ich hoffe, dass alles gut geht.“
Eine Dominanz, die an Perfektion grenzt
Für Dugarry ist die Überlegenheit der Franzosen so erdrückend, dass er sich kaum ein Szenario vorstellen kann, in dem das Team vor dem Aufeinandertreffen mit den historischen Großmächten in Bedrängnis gerät: „In diesen nächsten beiden Spielen sehe ich ehrlich gesagt nicht… ich meine, im Fußball ist alles möglich, aber ich sehe einfach nicht, wie Marokko und Paraguay uns Probleme bereiten wollen. Ich hoffe… nun ja, eigentlich hoffe ich es nicht, aber vielleicht können uns dann die Spanier und Argentinier fordern.“
Er erwartet, dass seine Nation das mörderische Tempo der bisherigen Partien beibehält: „Schauen wir mal, wie die anderen ihre Spiele im Sechzehntel-, Achtel- und Viertelfinale bestreiten. Denn im Moment liegt das Gefühl der absoluten Dominanz aufseiten Frankreichs – von der ersten bis zur letzten Minute. Defensiv, offensiv, die Spielfreude und der Spaß, den sie vermitteln. Stand heute gibt es kein anderes Team, das seine Waffen so offenbart.“
Wochenblatt / ABC Color / X















