Fünf Tote bei Explosion eines Lastkahns – vermutlich wurden Entgasungsarbeiten für Reparaturen durchgeführt

Asunción: Der Tanklastkahn, der heute gestern auf dem Fluss Paraguay gegenüber der Uferpromenade Costanera Sur in Asunción explodierte, befand sich zum Zeitpunkt des Unglücks offenbar in einem Entgasungsprozess im Vorfeld geplanter Reparaturen. Die Generalseekommandantur der Marine und die Generaldirektion für die Handelsschifffahrt haben die Ermittlungen übernommen. Es gab fünf Tote und einen Schwerverletzten.

Die verheerende Explosion ereignete sich gestern Morgen um 10:56 Uhr an einem Anlegeplatz am Ufer des Rio Paraguay, gegenüber der Costanera Sur in Asunción – genauer gesagt in der Nähe des Gebiets Beterete Kue, im Zuständigkeitsbereich der Gemeinde Nanawa (Puerto Elsa) im Departement Presidente Hayes.

Der genaue Standort liegt nach Angaben der eingesetzten Beamten der Nationalpolizei bei den Koordinaten 25°18′54,3″ südlicher Breite und 57°40′40,9″ westlicher Länge.

Die Generalseekommandantur teilte mit: „Es kam zu einer Explosion an einem leeren Tanklastkahn, der an der genannten Stelle festgemacht war. Zum Zeitpunkt des Vorfalls befanden sich Arbeitskräfte an Bord.“

Später wurde bekanntgegeben, dass das Unglück fünf Todesopfer forderte. Eine verletzte Person konnte lebend geborgen werden – insgesamt waren sechs Personen an der Arbeitsstelle tätig, als die Explosion geschah.

Aus einem weiteren internen Vermerk der Behörde geht hervor, dass der betroffene Kahn von der Reederei Líneas Panchita G betrieben wird, einem der größten Schifffahrtsunternehmen des Landes.

Vor Ort sind der Oberbefehlshaber der Seekommandantur, Konteradmiral Óscar Marcial Chamorro León, sowie der Leiter der Generaldirektion für die Handelsschifffahrt, der pensionierte Konteradmiral und Ingenieur Ronald Olson Zayas Romero, anwesend.
Angehörige der paraguayischen Marine sind im Einsatz, um die Lage zu klären.

Die Behörden wollen nun die genaue Ursache des Unglücks ermitteln. Der derzeit wahrscheinlichste Verdacht geht dahin, dass während der laufenden Entgasungsarbeiten – die offenbar zur Vorbereitung einer Rumpfreparatur durchgeführt wurden – ein Funke entstand oder etwas entzündet wurde.

Da es sich um einen Tankkahn handelt, der ausschließlich für den Transport von Kraftstoffen verwendet wird, können sich auch nach dem Entleeren noch brennbare Gase im Inneren angesammelt haben. Diese müssen vor Schweißarbeiten vollständig entfernt werden.

Vermutlich befanden sich noch Gase im Laderaum, die durch ein Gerät mit Funkenbildung zur Entzündung gebracht wurden.
Die Explosion war so heftig, dass sie noch mehrere Kilometer weit zu spüren und zu hören war.

Die Generalseekommandantur (ein Bereich der paraguayischen Marine) und die Generaldirektion für die Handelsschifffahrt (dem Ministerium für öffentliche Arbeiten und Kommunikation unterstellt) prüfen nun unter anderem, ob die durchgeführten Arbeiten genehmigt waren und ob sowohl die Eignerin des Kahns als auch das mit der Reparatur beauftragte Unternehmen über die erforderlichen Genehmigungen verfügten.

Wochenblatt / Abc Color

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