Asunción: Der geplante Umzug des Hauptquartiers der Nationalpolizei in das neue Gebäude am Hafen von Asunción sorgt weiterhin für heftigen Unmut unter aktiven und pensionierten Polizisten. Sie sind der Ansicht, dass diese Entscheidung die Einsatzbereitschaft beeinträchtigt und die Geschichte der Institution missachtet.
Der pensionierte Hauptkommissar Gerardo Vidal Giménez, Präsident des Verbandes pensionierter Offiziere, erklärte, dass seit dem Aufkommen des Projekts Protestschreiben an das Innenministerium und sogar an den Präsidenten der Republik gerichtet wurden, man jedoch bis heute keine Antwort erhalten habe.
„Das Hauptquartier der Nationalpolizei ist eine Institution mit viel Geschichte. Seit der Gründung der paraguayischen Polizei vor mehr als 180 Jahren ist sie in diesem Gebäude untergebracht. So viele Amtsträger und Persönlichkeiten sind dort ein- und ausgegangen“, sagte der Kommissar.
Der ehemalige Polizeichef betonte zudem, dass der neue Standort nicht die notwendigen Bedingungen erfülle, um in Notfällen schnell reagieren zu können.
„Wir sagen weiterhin, dass man das nicht verlegen kann. Am bisherigen Standort hat die Polizei eine viel schnellere Reaktionszeit bei unvorhergesehenen Ereignissen. Der neue Ort ist schlichtweg schlecht gelegen“, kritisierte er.
Ebenso bemängelte er das geringe Platzangebot für die verschiedenen Abteilungen im neuen Gebäude: „Der Raum, der den einzelnen Direktionen zugewiesen wird, ist viel zu klein – die sitzen dort quasi alle aufeinander“, schloss der pensionierte Kommissar und verdeutlichte damit den tiefen Unmut im Polizeisektor über die Verlegung des historischen Sitzes.
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