Eltern protestieren gegen Bücher des Bildungsministeriums mit Sexualerziehung

Asunción: Im Rahmen des Programms Ñe’ery übergab das Ministerium für Bildung und Kultur (MEC) allen Schülerinnen und Schülern öffentlicher Schulen eine Mappe mit 10 Büchern – eines davon sorgte für Empörung. Es handelt sich um das Buch „Erziehung zu Gefühlsleben und Sexualität in der Schule“

Das genannte Buch „Erziehung zu Gefühlsleben und Sexualität in der Schule“ wurde zwar an alle Altersgruppen von der Vorschule bis zur 9. Klasse verteilt, soll aber jeweils altersgerecht gestaltet sein.

Einige Mütter äußerten scharfe Kritik und verboten ihren Kindern die Lektüre; andere hingegen sind überzeugt, dass das Buch den Kindern hilft, ihre Gefühle besser auszudrücken.

Eine Mutter, die anonym bleiben möchte, erklärte, sie sei besonders gestört darüber, dass im Buch für die 8. Klasse – ihr Sohn ist 13 Jahre alt – von „feuchten Träumen“, „Masturbation“ und „Geschlechtshormonen“ die Rede ist.

Eine weitere Mutter eines 11-jährigen Schülers der 6. Klasse berichtete, dass die Beschreibung des Geschlechtsakts als Zeugungsgrundlage für Kinder in dem erhaltenen Buch auf Unverständnis stieß.

„Man versucht hier, Geschlechterideologien unter sie zu bringen“, sagte die Frau besorgt.

Eine andere Mutter erzählte, dass die Eltern ihrer Schule sehr aufgebracht waren, als sie von dem Sexualbuch erfuhren – die Schulleiterin entschied daraufhin, das Material nicht auszuhändigen.

Eine Frau kritisierte zudem die Frage im Buch, ab welchem Alter man sich eine Beziehung wünsche: Das verderbe die Unschuld der jüngsten Kinder.

Vorwurf der Fehlinformation

Die Gruppe Somos Pytyvöhára kritisierte das Sexualbuch des MEC mit der Begründung, es enthalte Fehlinformationen, reproduziere Geschlechterklischees und sei nicht wissenschaftlich fundiert.

Im Colegio Nacional Kuarahy Resé in Caaguazú protestierten mehr als 50 Elternteile gegen das Buch „Gefühlsleben und Sexualität in der Schule“. Sie argumentieren, dass Vorschulkinder sowie Schüler der 1. bis 3. Klasse noch nicht über die erforderliche psychische Reife verfügen, um Informationen über Geschlechtsorgane, Geschlecht und Ehebeziehungen verarbeiten zu können.

Die Eltern versuchten, mit den regionalen Schulleitern zu sprechen – diese erschienen jedoch nicht zu dem vereinbarten Treffen.

Wochenblatt / Extra

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