Asunción: Der Arbeitnehmersektor äußerte seine Besorgnis über den stetigen Anstieg der Lebenshaltungskosten und warnte, dass die Preissteigerungen es für Familien immer schwieriger machen, bis zum Monatsende über die Runden zu kommen.
Die Vertreter kritisierten das Fehlen einer stärkeren Präsenz des Staates, um Missbrauch bei der Preisgestaltung zu kontrollieren und vor allem die schwächsten Bevölkerungsschichten zu schützen.
Der Vizepräsident des Gewerkschaftsbundes CUT-A, José Pineda, betonte, dass die verzeichneten Erhöhungen bei Produkten und Dienstleistungen – darunter Kraftstoffe und Fleisch – die Familieneinkommen stark belasten und viele Menschen dazu zwingen, essenzielle Ausgaben zu reduzieren. „Wenn wir früher bis zum 20. des Monats kamen, schaffen wir es heute nur noch bis zum 15.“, veranschaulichte er, wie schnell die Familieneinkommen aufgrund der Verteuerung von Produkten und Dienstleistungen aufgebraucht sind.
Pineda wies zudem darauf hin, dass das Fehlen von Lösungen für das Problem des öffentlichen Nahverkehrs die Lage weiter verschärfe. Viele Arbeitnehmer seien gezwungen, auf Fahrdienst-Plattformen zurückzugreifen, um zu ihren Arbeitsplätzen zu gelangen, was die täglichen Ausgaben erheblich in die Höhe treibe. „Man zwingt die Arbeitnehmerschaft dazu, sich mit Fahrtenvermittlern fortzubewegen, was die Kosten für den Arbeitsweg drastisch ansteigen lässt“, kritisierte er.
Wie er erläuterte, wirkt sich der Anstieg dieser Ausgaben letztlich auf andere Grundbedürfnisse der Familien aus. „Wir verzichten darauf, etwas besser zu essen, wir verzichten auf Gesundheit und auf andere lebensnotwendige Bedingungen, nur um zur Arbeit zu gelangen“, hob er hervor.
Angesichts dieses Szenarios forderte er vom Staat eine Politik zum Schutz der Bevölkerung und kritisierte eine aus seiner Sicht permissive Haltung gegenüber Preiserhöhungen.
Seitens des Arbeitnehmersektors wird betont: Solange die Preiserhöhungen anhalten und keine konkreten Maßnahmen zur Eindämmung der Lebenshaltungskosten ergriffen werden, werden immer mehr Familien gezwungen sein, Grundausgaben zu priorisieren und andere Bedürfnisse aufzuschieben.
Wochenblatt / Megacadena















